Samstag, 21. August 2004

Einfach unschlagbar: Grant Hackett
bleibt der "Herr der 1.500 Meter Kraul"

  • Toller Weltrekord: US-Boys dominieren Herren-Staffel
  • Auch australische Damen holen Gold mit Weltrekord

Im olympischen Aquatic Center in Athen sorgten die 4x100 m-Lagen-Staffeln für die Weltrekorde sechs, sieben und acht. Zum Abschluss der Schwimmbewerbe entthronte zunächst die australische Damen-Staffel die USA als Olympiasieger und Weltrekordhalter. Anschließend brachen der Startschwimmer der US- Staffel, Aaron Peirsol, sowie die US-Boys gemeinsam ihren eigenen Weltrekord.

Zu Beginn verbesserte Startschwimmer Aaron Peirsol die alte Bestmarke über 100 Meter Rücken von Lenny Krayzelburg (USA) aus dem Jahr 1999 um 15/100 auf 53,45, dann schlugen die US-Boys auch ohne Wunderschwimmer Michael Phelps in der Gesamtzeit von 3:30,68 an und waren damit um 86 Hundertstel schneller als 2003 bei der WM in Barcelona - übrigens in derselben Besetzung.

Phelps hatte zu Gunsten von Ian Crocker auf einen Start im Finale verzichtet, bekommt aber wegen seiner Teilnahme an den Vorläufen dennoch die Goldene - es ist seine Sechste in Athen. Dazu holte er zwei Mal Bronze. Im letzten und 32. Rennen kam auch Deutschland noch zu einer überraschenden Silbermedaille, Bronze ging an Japan.

Die australische 4x100 Meter-Lagen-Staffel der Damen mit Jodie Henry, Petria Thomas, Giaan Rooney und Leisel Jones schlugen in 3:57,32 Minuten an und waren damit gleich um 98 Hundertstel schneller als die US-Staffel bei ihrem Olympiasieg am 23. September 2000 in Sydney (3:58,30). Für die USA blieb am Samstag in 3:59,12 "nur" Silber.

Henry und Thomas holten sich damit zum dritten Mal in Athen Gold: Henry hatte zuvor "solo" über 100 Meter Kraul, Thomas über 100 Meter Delfin gewonnen. Beide hatten weiters im Team über 4 x 100 Meter- Freistil gesiegt. Deutschland fixierte mit einem neuen Europarekord Bronze.

Der Australier Grant Hackett bleibt indes der "Herr der 1.500 Meter Kraul". Der 24-Jährige holte sich vor den Staffel-Bewerben in Athen mit dem Olympiarekord von 14:43,40 Minuten zum zweiten Mal Olympiagold vor dem US-Amerikaner Larsen Jensen und dem Briten David Davies.

Inge de Bruijn aus den Niederlanden hat zum Abschluss ihren Sieg von Sydney über 50 m Kraul wiederholt. In 24,58 Sekunden wurde Weltrekordlerin de Bruijn vor Malia Metella (FRA) und Lisbeth Lenton (AUS) zum insgesamt vierten Mal Olympiasiegerin. (apa)

21.8.2004 19:23