Haltlose Doping-Gerüchte um Markus Rogan: "Ich bin leicht belustigt"
- Leistungdiagnostiker Holdhaus: "Es gibt keinen Fall"
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Aufregung um unseren "Silbernen" Markus Rogan. Nach der Dopingprobe wurde eine Untersuchung eingeleitet. Grund: Ein Nasenspray, den der Wiener gegen seine Chlor-Allergie verwendet. Für VÖS-Präsident Schauer viel Lärm um Nichts: "Da steckt nichts dahinter und es wird auch nichts passieren." Markus Rogan selbst nahm's locker. "Ich bin leicht belustigt".
Bei dem betreffenden Präparat handelt es sich um den Nasenspray Nosan, den Rogan seit vier Jahren immer unmittelbar vor dem Wettkampf gegen Rimitis nimmt. Es ist das eine chronische Verschnupfung, mit daraus resultierender Chlor-Allergie und Nasennebenhöhlen-Beschwerden. Mit dem Spray hat es für den 22-Jährigen nie Probleme gegeben.
Holdhaus: "Es gibt keinen Fall!"
Leistungsdiagnostiker Hans Holdhaus, Leitung der ÖOC-Physio-Abteilung in Athen, stellte klar: "Wäre die Probe positiv, wären wir schon informiert worden. Also gibt es gar keinen Fall. Es ist eine Substanz, die unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt ist, und diese Voraussetzungen sind erfüllt. Die Doping-Probe ist ja schon ausgewertet und es ist alles in Ordnung. Es ist ein Wahnsinn, dass sich Markus für so etwas rechtfertigen muss. Und das einen Tag vor dem wichtigsten Wettkampf. Es gibt nichts, man möge das einstellen."
Rogans Trainer Robert Michlmayr konnte die plötzliche um das Medikament entstandene Aufregung auch nicht verstehen: "Das ist doch alles heiße Luft. Ich weiß nicht, warum man das schlecht machen muss, wenn einmal einer was gewinnt. Das ist absolut lächerlich. Der Bursche hat doch morgen ein Rennen und muss sich konzentrieren. Das Schlimme ist, dass da immer etwas hängen bleibt. Dabei steht der Nasenspray doch auf dem Bogen von der Doping-Kontrolle drauf", war der 35-Jährige aufgebracht.
Rogan bleibt locker: "Bin leicht belustigt"
Auch ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth argumentierte in Vertretung des derzeit nicht in Athen weilenden ÖOC-Präsidenten Leo Wallner in diese Richtung: "An dem Fall ist nichts dran. Es wird kein Statement vom ÖOC dazu geben, weil es keine Veranlassung dafür gibt." OSV-Präsident Paul Schauer sagte dazu: "An den Gerüchten ist nichts dran. Man kann davon ausgehen, dass überhaupt nichts passieren wird. An dieser Medaille gibt es nichts zu rütteln, alles ist rechtens. Die höchste Form der Anerkennung ist leider der Neid."
Der Athlet selbst nahm's eher locker: "Ich bin leicht belustigt. Aber es ist halt so. Man kann nicht ein Star sein und auf so etwas sofort angefressen reagieren. Das gehört dazu. Es ist eine gute Probe für mich, mit Gerüchten umzugehen." Und ob die Angelegenheit seine Leistung über 200 m Rücken beeinflusst: "Ich hoffe nicht, ich werde mein Bestes geben. Momentan bin ich von der ganzen Geschichte ziemlich müde, muss einmal ein bisschen schlafen", sagte Rogan am Nachmittag. "Aber die Siege von Claudia Heill bauen mich auf."
(apa/red)
