Unter Mithilfe der Schiedsrichter: Rapid und GAK ziehen der Konkurrenz davon
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GAK und Rapid haben sich nach der sechsten Runde in der Bundesliga einen Respektabstand verschafft. Mit dem 2:1-Heimsieg des Doublegewinners über Superfund Pasching führen die Grazer (15 Punkte) weiterhin einen Zähler vor den Hütteldorfern, die im Hanappi-Stadion gegen Mattersburg 3:0 gewannen.
Der Drittplatzierte Admira (2:4 in Salzburg) liegt bereits sechs Punkte hinter dem Tabellenführer und hat damit ebenso viele Zähler wie der neue Fünfte Wacker Tirol nach dem 2:1 über Sturm.
Irregulärer GAK-Treffer
Dem Erfolg der Grazer haftet jedoch der Makel an, durch einen irregulären Siegestreffer zu Stande gekommen zu sein. Beim 2:1 ging Sick zwar auf den Kopfball, beförderte das Leder jedoch wie klar im Fernsehen ersichtlich mit der Hand ins Tor. "Ich wäre zum Kopfball gekommen, bin aber zurückgerissen worden und habe den Ball mit der Hand ins Tor 'geworfen'", sagte der Defensiv-Spieler.
Schiedsrichter Stuchlik präsentierte nach dem Studium der TV-Bilder seine eigene Version der Situation. "Ich sehe meine Meinung bestätigt. Sick hat versucht, sich loszureißen und hat im Fallen womöglich den Ball mit der Hand berührt, aber keinesfalls absichtlich."
Pasching-Coach Zellhofer: "Kuriose Entscheidung
Dieser Darstellung konnte Pasching-Trainer Georg Zellhofer naturgemäß nichts abgewinnen. "Wir haben durch eine sehr kuriose Entscheidung das 1:2 erhalten." Sein Widerpart Walter Schachner verteidigte den umstrittenen Treffer ("Wenn der Schiedsrichter das Tor nicht gegeben hätte, hätte er Elfmeter für uns geben müssen, denn Sick wurde von Baur eindeutig zurückgehalten"), freute sich über die in der zweiten Hälfte "beste Leistung von uns in dieser Saison", über den fünften Liga-Sieg und Folge und dadurch auch über den besten GAK-Meisterschaftsstart (15 Punkte aus sechs Spielen) aller Zeiten.
Fehlentscheidung auch im Hanappi-Stadion
Fehlentscheidungen gab es auch im Hanappi-Stadion, allerdings im Gegensatz zu Graz keine spielentscheidenden. In der ersten Hälfte versagte Schiedsrichter Krassnitzer beim Stand von 0:0 zu Unrecht einem Kincl-Treffer wegen angeblichen Abseits die Anerkennung, dafür stand Lawaree (der zweifache Torschütze traf erstmals für Rapid in einem Liga-Spiel im Hanappi-Stadion) beim 3:0 im Abseits.
Grund für die Mattersburger Niederlage war freilich nicht die diskussionswürdige Schiedsrichterleistung. Die Burgenländer vermochten aus ihrer Überlegenheit in der ersten Hälfte und den daraus resultierenden Chancen wieder einmal kein Kapital zu schlagen und schlitterten dadurch in ihre 15. Bundesliga-Auswärtsniederlage in Folge, was Rekord bedeutet. "Ich nehme die Niederlage auf meine Kappe, in der zweiten Hälfte hätten wir defensiver beginnen können. Vielleicht werden wir demnächst unser Spielsystem ändern und Catenaccio spielen", war Mattersburg-Trainer Muhsin Ertugral ratlos.
Hickersberger: "Das Resultat schmeichelt der Mannschaft"
Trost spendete Rapid-Coach Josef Hickersberger. "Die Mattersburger hätten in dieser Saison gegen jeden Gegner gewinnen können. Was ihnen noch nicht gelingt, ist in Führung zu gehen, aber wenn man so spielt wie sie, wird das noch kommen", meinte der frühere ÖFB-Teamchef und gab zu, dass seiner Mannschaft "das Resultat etwas schmeichelt".
Ein ähnliches Schicksal wie Mattersburg ereilte Sturm beim 1:2 in Tirol. "Es kann doch nicht sein, dass wir in den letzten zwei Spielen 20 Tausend-Prozentige hatten und nur zwei Mal getroffen haben", ärgerte sich der Grazer Betreuer Michael Petrovic über die schlechte Chancenauswertung seiner Elf. Wacker-Coach Helmut Kraft sprach von einem "verdienten Sieg" und hat nun Lust auf mehr: "Wir haben Anschluss ans vordere Drittel, da wollen wir so lange wie möglich bleiben."
Beste Saisonleistung der Salzburger
Im Stadion Wals-Siezenheim durften sich die Salzburger beim 4:2 gegen die Admira über die beste Saisonleistung freuen. "Wir haben jetzt eine Mannschaft, die den Siegeswillen in sich trägt", jubilierte Trainer Peter Assion. Sein Gegenüber und deutscher Landsmann Bernd Krauss nahm die Niederlage nicht allzu tragisch. "Auch für die Admira wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Wir galten am Anfang der Saison als Abstiegskandidat Nummer eins und sollen plötzlich vorne mitspielen."
(apa/red)
