Freitag, 20. August 2004

Schwerer Schlag gegen Sturms Finanzen: Amoah klagt Ex-Klub auf 729.250 Euro!

  • Ex-Stürmer noch fordert ausstehende Gehälter ein
  • PLUS: VdF ortet bei Sturm finanzielle Schwierigkeiten

Ex-Spieler Charles Amoah fordert vom Fußball- Bundesligisten Sturm Graz ausstehende Garantie-Gehälter von insgesamt knapp über einer Million Euro netto. Laut einer Mitteilung der Vereinigung der Fußballer (VdF) vom Freitag hat der Stürmer aus Ghana am 17. August beim Landesgericht Salzburg eine Klage über insgesamt 729.250,79 Euro netto eingebracht.

Die Gehälter von September 2004 bis zum Ende der ursprünglichen Vertragslaufzeit im Juli 2005 (mehr als 300.000 Euro netto) sind in der Klageschrift aus formalen Gründen noch nicht inkludiert. Doch auch in diesem Fall will Amoah Klage einreichen.

"Sturm Graz hat leider alles getan, um die Klage nicht zu verhindern", erklärte VdF-Vorsitzender Gernot Zirngast und stellte wieder einmal die Rolle der Bundesliga als wirtschaftliche Kontrollinstanz in Frage. "Offensichtlich sind viele Verträge im österreichischen Profi-Fußball nach wie vor das Papier nicht wert, auf dem sie gemacht werden."

Amoah war im Jänner 2001 für die österreichische Rekordtransfer- Summe von angeblich knapp vier Millionen Euro vom FC St. Gallen verpflichtet wurden und unterzeichnete einen Vertrag bis 31. Juli 2005 bei Sturm. Am 1. September 2003 schloss Sturm einen Leihvertrag mit dem SV Salzburg (bis 31. Mai 2004) ab, von dem Amoah am 18. Februar ohne Verschulden fristlos entlassen worden war.
(apa)




20.8.2004 15:16