Montag, 16. August 2004

Rapid bleibt weiter erster GAK-Jäger, die Austria verliert weiter an Boden

  • Sturm-Kapitän Mario Haas vor Wechsel in den Orient?
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Rapid bleibt ungeschlagen. Nach dem 1:0-Sieg bei Sturm sind die Hütteldorfer weiter erster Verfolger von Meister GAK. Vize-Meister Austria verliert hingegen wieder an Boden, und liegt nach dem 2:2 gegen Wacker schon sechs Zähler hinter der Spitze.

Die derzeit welken Veilchen sind nun inklusive UEFA-Cup fünf Pflichtspiele ohne Sieg. "Die erste Hälfte war nicht schlecht, in der zweiten hatten wir keine zwingende Chance mehr und in der Endphase ist uns durch die Europacup-Strapazen auch die Kraft ausgegangen. Tirol hat verdient einen Punkt mitgenommen", analysierte Teammanager Günter Kronsteiner, der seiner Truppe aber keinen Vorwurf machte. "Sie hat gekämpft und war willig zu gewinnen." Dass die Abwehr neuerlich umgekrempelt werden musste, ließ er nicht als Ausrede gelten.

Mit dem Schweden Antonsson fiel am Spieltag der fünfte Verteidiger verletzt aus, daher spielte Dospel erstmals in dieser Saison hinten zentral. Deshalb habe es in der Abwehr Abstimmungsprobleme gegeben, so Kronsteiner, der auch an vorderster Front derzeit Sorgen hat. Gilewicz war gesperrt, Helstad lange verletzt und noch nicht bereit für 90 Minuten. "Daher haben wir keinen echten zweiten Stürmer zur Verfügung."

Koejoe vergibt den Matchball
Die Innsbrucker, die in den bisherigen vier Liga-Spielen nie mehr als einen Treffer erzielt hatten, waren mit dem 2:2 zufrieden. "Vor der Pause standen wir sehr unter Druck, da sind wir im Kreis gelaufen. In der zweiten Hälfte sind wir besser gestanden, haben der Austria weniger Raum gegeben und ließen ihr weniger Chancen. Meine Spieler haben im Unterbewusstsein das 2:2 halten wollen, obwohl uns zum Schluss durch Koejoe fast das 3:2 gelungen wäre", befand Wacker-Trainer Helmut Kraft.

Sturm-Coach hadert: "Besser kann man nicht spielen"
Rapid ist unter Josef Hickersberger gegen Sturm weiter unbesiegt, feierte den fünften Auswärtserfolg in Serie. Goldtorschütze Axel Lawaree, der erstmals hatte durchspielen dürfen, wusste warum. "Unsere spielerische und taktische Leistung war besser als in den zwei jüngsten Partien. Darum haben wir drei wichtige Punkte geholt", sagte der belgische Stürmer. Sturm-Trainer Michael Petrovic verstand die Fußball-Welt nicht mehr: "Besser kann man nicht spielen, wenn man aber kein Tor schießt, dann kommt die Strafe."

Auch Mario Hass machte seinen Kollegen und sich keine Vorwürfe. "Wir haben ein Super-Spiel abgeliefert, 90 Minuten gekämpft und gerackert. Wir hätten nur ein Tor machen müssen. Leider haben wir wieder einmal aus einer Standardsituation den entscheidenden Treffer kassiert", so der Kapitän, der zu seinem kolportierten Wechsel in den Orient anmerkte: "Sollte es soweit sein, werde ich es bekannt geben."
(apa/red)

16.8.2004 10:02