Landtagswahl in Vorarlberg: ÖVP lag 1999 in 94 von 96 Gemeinden voran!
- In 55 Gemeinden Ergebnisse jenseits der 50-Prozent-Marke
·Endspurt vor der Vorarlberg-Wahl!
Mobilisierung der Wähler läuft auf Hochtouren
·"Nicht bei Verlust von zwei Mandaten"
Sausgruber relativiert Rücktritts-Drohung
·Vorarlberg: 242.503 dürfen wählen!
Steigerung um 7,2 Prozent gegenüber 1999
·Vorarlberg: Acht Parteien traten an!
Überraschung möglich: Erstmals keine Wahlpflicht
·Vorarlberg: Spitzen- kandidaten im Web
Wahlkampf verlagert sich zusehends ins Internet
·Im Detail: Landtags- wahlen in Vorarlberg
Stimmenanteile aller Parteien seit 1945
·Vorarlberg: Wahl-
pflicht aufgehoben!
Die Wahlbeteiligung sank schon mit der Wahlpflicht
·Vorarlberg: LT-Wahl ist geschlagen!
UMFRAGE: Wahl mit Folgen für Bundespolitik?
Die ÖVP hat bein den Landtagswahlen in 55 von 96 Gemeinden die absolute Stimmenmehrheit zu verteidigen. Obwohl sie 1999 gegenüber 1994 4,1 Prozentpunkte einbüßte, musste sich die ÖVP lediglich in zwei FP-Hochburgen auf den zweiten Platz verdrängen lassen. Die FPÖ ihrerseits lag wiederum nur in drei Orten hinter den Sozialdemokraten.
Nur in Nenzing und Vandans im Bezirk Bludenz, die beide von freiheitlichen Bürgermeistern regiert werden, wurde die ÖVP vor fünf Jahren geschlagen. Besonders dominant war sie 1999 wie seit jeher in kleinen ländlichen Gemeinden, wo sie teilweise mehr als 70 Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte. Lediglich in zehn Ortschaften kam die ÖVP unter 40 Prozent zu liegen, darunter aber auch Bregenz mit 35,7 Prozent. Schwächere Resultate erzielte die ÖVP nur noch in Vandans und Bludesch (Bezirk Bludenz, 34,3 Prozent). Zum Vergleich: Die Sozialdemokraten erreichten als bestes Ergebnis 26,0 Prozent in der kleinen Klosteral-Gemeinde Innerbraz.
Waren FPÖ und SPÖ 1994 noch knapp beieinander gelegen (2,51 Prozent Vorsprung der Freiheitlichen gegenüber den Sozialdemokraten), so gab es fünf Jahre später keinen Zweifel darüber, wer hinter der ÖVP die zweitstärkste Kraft wird. Nur in drei Gemeinden konnte sich die SPÖ gegenüber der FPÖ durchsetzen, drei Mal im Bezirk Bludenz (Innerbraz, Bürs, Nüziders), wo die SPÖ traditionell stark ist. Die Freiheitlichen hingegen punkteten auf der ganzen Linie. Nicht nur in ihren Hochburgen kamen sie zu vielen Stimmen, sondern im ganzen Land. In insgesamt 13 Gemeinden erzielten sie über 30 Prozent Stimmenanteil, in den beiden "Siegergemeinden" sogar über 40. Nur in 26 Ortschaften mussten sie sich mit weniger als 20 Prozent begnügen, während die SPÖ diesen Wert in nur fünf Gemeinden überschritt, sich dafür 53 Mal mit einem Zuspruch von weniger als zehn Prozent zufrieden geben musste.
Die Grünen blieben 55 Mal unterhalb der Fünf-Prozent-Marke, übertrafen die Sozialdemokraten aber in 25 Gemeinden. Ihre sechs stärksten Ergebnisse erreichten die Grünen im Bezirk Feldkirch, unter anderem in Rankweil (8,2 Prozent), dem Heimatort des aktuellen Spitzenkandidaten Johannes Rauch. Für ein Resultat jenseits der zehn Prozent reichte es zwei Mal.
Bernhard Amann ("Vau-heute") und Georg Fritz ("Frizz"), die beide schon vor fünf Jahren mit ihrer eigenen Liste antraten, schafften in ihren Heimatgemeinden Möggers (Bezirk Bregenz) und Hohenems jeweils die Fünf-Prozent-Hürde. Mit 9,8 Prozent lag Fritz in Möggers hinter ÖVP und FPÖ auf Platz drei, Bernhard Amanns 6,2 Prozent bedeuteten in Hohenems den vierten Rang vor den Grünen. Fritz und Amann gingen beide in sechs Ortschaften leer aus. (apa)
