Laut Bericht von Al Jazeera: Extremisten im Irak lassen entführten Journalisten frei
- Freilassung war angekündigt worden
- Micah Garen meldet sich per Telefon
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Eine Extremisten-Gruppe im Irak hat nach einem Bericht des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera den von ihr entführten US-Journalisten Micah Garen freigelassen. Der Sender berief sich bei dieser Mitteilung am Sonntag auf Aussage eines Beraters des irakischen Rebellenführers Moktada al Sadr. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.
Am Freitag hatte die Extremisten-Gruppe mit dem Namen "Geheime Aktionsgruppe der Mahdi Armee" die Freilassung des Journalisten angekündigt. "Wir werden den amerikanischen Journalisten, der sich in unserer Gewalt befindet, morgen Nachmittag freilassen, weil er die Ansichten der US-Regierung nicht teilt", hatte die Gruppe auf einer islamischen Internetseite erklärt.
Wenig später meldete sich Garen selbst am Telefon und berichtete über seine Freilassung. Er wurde den Angaben zufolge in der Stadt Nassiriya von seinen Entführern auf freien Fuß gesetzt.
Garen war am Freitag vor einer Woche zusammen mit seinem Dolmetscher verschleppt worden. Am Donnerstag hatten die Entführer mit der Bezeichnung Märtyrerbrigade mit der Ermordung des Journalisten gedroht, sollten sich die US-Truppen nicht binnen 48 Stunden aus der Stadt Najaf zurückziehen.
Zwei französische Journalisten und ein italienischer Kollege werden unterdessen weiter vermisst, wie ihre Arbeitgeber mitteilten. Christian Chasnot, Reporter von Radio France Internationale (RFI), und Georges Malbrunot von der Tageszeitung "Le Figaro" waren beide in Bagdad im Einsatz. Auch von dem als freier Mitarbeiter für das Nachrichtenmagazin "Diario" arbeitenden Enzo Baldoni fehlt jede Spur, wie die Chefredaktion laut Nachrichtenagentur ANSA berichtete. Die Leiche von Baldonis Dolmetscher sei in der Nähe von Najaf gefunden worden.(apa/red)
