Flüchtlingsdrama in Darfur: Rückkehr-Abkommen mit Sudans Regierung
- Sicherheit von UN-Mitarbeitern und Flüchtlingen garantiert
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Krisenherd im größten Land Afrikas
In einer Vereinbarung mit den Vereinten Nationen hat die sudanesische Regierung den Flüchtlingen aus Darfur eine Rückkehr in ihre Heimat garantiert. Mehr als eine Million Menschen erhalten das Recht, zurückzukehren, wenn sie sich sicher genug fühlen. Niemand soll jedoch von den sudanesischen Sicherheitskräften zur Rückkehr gezwungen werden können, heißt es in dem am Samstag in Khartum unterzeichneten Abkommen.
Die Heimkehr werde kein leichter oder schneller Prozess werden, sagte Brunson McKinley, der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration der UN. Neben McKinley unterzeichneten das Dokument der sudanesische Außenminister Mustafa Osman Ismail und ein Gesandter von UN-Generalsekretär Kofi Annan. Die sudanesische Regierung akzeptiert demnach, dass die UN-Unterorganisation darüber entscheidet, ob die Menschen zu einer freiwilligen Rückkehr bereit sind. Außerdem stimmte Khartum zu, die Sicherheit von UN-Mitarbeitern und Flüchtlingen in die Bürgerkriegsprovinz zu garantieren. Ismail forderte internationale Unterstützung für die Rückkehr der Vertriebenen.
Die sudanesische Regierung teilte am Sonntag weiter mit, die Zahl der paramilitärischen Einheiten, die in Darfur operieren, um dreißig Prozent zu verringern. Die Freiwilligentruppe Popular Defence Forces wurde in den frühen neunziger Jahren gegründet und im Kampf gegen Rebellen eingesetzt. Ein Sprecher der UN begrüßte den Schritt, da die Einheiten für Gewalttaten gegen die afrikanische Bevölkerung in Darfur verantwortlich seien. Die genaue Zahl der Kämpfer ist nicht bekannt, doch sollen es über 60.000 sein.
Die sudanesische Regierung bezeichnete den Schritt als vertrauensbildende Geste vor den Friedensgesprächen in Nigeria. Weitere Schritte seien im Fall eines Waffenstillstands möglich. Die von der Afrikanischen Union begleiteten Verhandlungen zwischen der Regierung und zwei Rebellengruppen sollen am (morgigen) Montag beginnen.
Die sudanesische Regierung gab am Freitag nach UN-Angaben erstmals Kontakte zu den arabischen Reitermilizen in Darfur zu. In den nächsten Tagen wollte Khartum eine Liste mit Dschandschawid-Kämpfern vorlegen, die an dem bereits 18 Monate dauernden Konflikt beteiligt sind. Die UN haben dem Sudan für die Entwaffnung der arabischen Milizen ein Ultimatum bis Ende August gestellt.
(apa)
