Bombenanschlag auf UNO-Büro in West-Afghanistan: Sechs Verletzte!
- Sieben Verdächtige wurden festgenommen
Bei dem Anschlag auf ein UN-Büro in Afghanistan ist keiner der drei anwesenden UN-Mitarbeitern verletzt worden. Dies bestätigte UN-Sprecher Manoel de Almeida e Silva. Verletzt wurden nach Polizeiangaben vom Freitag indes sechs Polizisten. Zwei Bomben sind in dem UN-Büro zur Registrierung von Wählern am Donnerstagabend in der Stadt Farah explodiert. Dieses befindet sich in der Nähe der Grenze zum Iran.
Das Gebäude und mehrere Fahrzeuge seien beschädigt worden, bestätigte der UN-Sprecher. Vor der für 9. Oktober geplanten Präsidentenwahl hat es bereits eine ganze Reihe von Anschlägen gegeben, für die radikalen Taliban verantwortlich gemacht werden.
Ungeachtet zahlreicher Anschläge und Todesdrohungen der Taliban hatten sich nach UNO-Angaben von den geschätzten 10,5 Millionen Wahlberechtigten mehr als 9,6 Millionen registrieren lassen. Anhänger des durch die US-Invasion im Jahr 2001 gestürzten Taliban-Regimes haben gedroht, die Wahlen mit Anschlägen zu verhindern. Sie haben ihre Landsleute, die von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen sollten, mit dem Tod bedroht.
In der afghanischen Provinz Herat tobten in den vergangenen Tagen heftige Kämpfe zwischen den Truppen des mächtigen Gouverneurs Ismail Khan und Verbänden seines Rivalen Amanullah Khan mit zahlreichen Todesopfern.(apa/red)
