Donnerstag, 19. August 2004

Erstes Arbeitstreffen der designierten EU-Kommissare: Amtsantritt am 1. November

  • Informelles Treffen mit Präsident Barroso in Brüssel
  • Fischler: "Riesenaufgabe" kommt auf Ferrero zu

Der designierte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Durao Barroso und seine 24 Kommissare haben sich heute zu einem informellen Treffen in Brüssel zusammengefunden. Es geht dabei vor allem um das gegenseitige Kennenlernen und die Grundstrukturen der künftigen Arbeitsweise. Inhaltliche Fragen sollen später behandelt werden. Das Treffen soll am Nachmittag zu Ende gehen.

So wies auch die Vertreterin Österreichs, Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V) vor der Sitzung darauf hin, dass es darum gehe, "als Team zusammenzukommen" und "gemeinsam zu sehen, was wir erreichen wollen". Es werde "nicht die erste Frage sein, was wir ausgeben wollen", so die designierte österreichische EU-Kommissarin auf die Frage, wie sie zu Barrosos Forderung stehe, den EU-Haushalt mit 1,14 Prozent der Wirtschaftsleistung der Mitgliedsländer anzusetzen. Österreich gehört zu der Gruppe der EU-Staaten, die eine Beschränkung auf 1 Prozent des BIP verlangen.

Die meisten künftigen EU-Kommissare enthielten sich beim Eintreffen jeden Kommentars. Die Niederländerin Neelie Kroes, die für Wettbewerb zuständig sein wird, versprach sie wolle eine "verlässliche" Kommissarin sein und drückte ihre Wertschätzung für ihren scheidenden Vorgänger Mario Monti aus.

Margot Wallström, die als Vizepräsidentin insbesondere für die Darstellung der EU in den Mitgliedsländern zuständig sein wird, meinte man müsse nicht das Bild der EU in den Mitgliedsländer verändern, sondern die Arbeit der Union besser darstellen. Aber natürlich könne sie die Probleme nicht alleine aus Brüssel lösen. Vielmehr müssten alle auf allen Ebenen ihre Verantwortung für die richtige Darstellung der Union wahrnehmen.(apa/red)

19.8.2004 22:14