Annan bei UN-Gedenken: "Bete, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden"
- Untersuchungen verliefen bislang aber ergebnislos
- 2003: 22 Tote bei Anschlag auf UN-Quartier in Bagdad
Gedenkfeier für die Opfer des Anschlags auf das UN-Hauptquartier in Bagdad vor einem Jahr. "Ich bete, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden und mit diesen kaltblütigen Morden nicht davon kommen", rief Generalsekretär Kofi Annan zu einer Bestrafung der Täter auf.
Bei dem Anschlag waren 22 Mitarbeiter der Vereinten Nationen, darunter der UNO-Menschenrechtsbeauftragte, der Brasilianer Sergio Vieira de Mello, getötet worden.
Die Untersuchungen hätten bisher noch keine Ergebnisse gebracht. "Trotz unserer Bemühungen und der laufenden Untersuchung der USA warten wir noch immer auf Antworten." Auch deswegen sei der Schock nur schwer zu verkraften. "Es war für jeden von uns eine Tragödie, weil wir Freunde und Kollegen verloren haben", sagte Annan weiter. Der UNO-Generalsekretär enthüllte im Anschluss eine Gedenktafel mit den Namen der 22 Opfer. Identische Tafel wurden auch an den UNO-Sitzen in Amman und New York enthüllt.
Als Folge des Anschlages werden an vielen UN-Gebäuden in aller Welt neue Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. So wird derzeit das europäische Hauptquartier in Genf mit fast 20 Millionen Euro zu einer Hochsicherheits-Zone umgewandelt. (apa/red)
