Fehlerhafte Buchführung: Pentagon behält
15% von Zahlungen an Halliburton ein!
- US-Firma hat Logistik-Vertrag mit Pentagon für den Irak
Wegen des Vorwurfs fehlerhafter Buchführung wird das US-Verteidigungsministerium Zahlungen an den umstrittenen Konzern Halliburton um 15 Prozent kürzen. Darüber wurde das Unternehmen nach eigenen Angaben am Dienstag durch die US-Streitkräfte informiert. Die Entscheidung betrifft künftige Zahlungen im Rahmen eines Logistik-Vertrags für die Ernährung und Unterbringung von US-Soldaten im Irak und in Kuwait, der 2001 mit der Halliburton-Tochter KBR abgeschlossen wurde.
Eine vergangene Woche veröffentlichte interne Prüfung des Pentagon hatte dem Unternehmen "fehlerhafte" Kostenvoranschläge für seine Leistungen sowie dann eine "unvollständige und unangemessene" Revision dieser Schätzungen vorgeworfen.
Halliburton erklärte, ein "politisch belastetes Umfeld" und Enthüllungen in den Medien hätten zu der Entscheidung des Pentagon geführt. Das Unternehmen werde seinerseits 15 Prozent von Zahlungen an seine Zulieferer einbehalten.
Halliburton ist in den vergangenen Jahren mehrfach negativ in die Schlagzeilen geraten. Die US-Ministerien für Justiz und Verteidigung ermitteln gegen das Unternehmen wegen des Vorwurfs, ein von KBR verpflichteter Subunternehmer habe Benzin zu überteuerten Preisen an die US-Armee im Irak geliefert. Halliburton hat von der US-Regierung mehrere lukrative Aufträge für den Wiederaufbau im Irak erhalten. US-Vizepräsident Dick Cheney stand von 1995 bis 2000 an der Spitze von Halliburton. (apa)
