Dienstag, 17. August 2004

UNO bricht nach Massaker in Burundi Friedensverhandlungen mit FLN ab

  • Verhandlungen für unbestimmte Zeit ausgesetzt

Nach dem Massaker im Flüchtlingslager Gatumba in Burundi hat die UNO hat ihre Friedensgespräche mit den Rebellen der Nationalen Befreiungskräfte (FNL) abgebrochen. Die Verhandlungen seien für unbestimmte Zeit ausgesetzt worden, nachdem die FNL sich zu dem Angriff bekannt hätten, sagte die Sprecherin der UNO in Burundi, Isabelle Abric. Es sei offensichtlich, dass die Rebellengruppe nicht am Friedensprozess in ihrem Land teilhaben wolle.

Im Lager Gatumba, in dem überwiegend Flüchtlinge der Tutsi-Volksgruppe aus der Demokratischen Republik Kongo lebten, waren am Freitagabend etwa 160 Menschen auf grausame Weise getötet worden. Die FNL, die der Hutu-Volksgruppe angehören, bekannten sich zu dem Angriff.

In Burundi war es 1993 zum Bürgerkrieg gekommen, als Hutu-Rebellen sich gegen die von der Tutsi-Minderheit dominierte Regierung und die Armee erhoben. Die FNL sperren sich gegen einen Friedensschluss, den die jetzige Regierung aus Tutsi und Hutu im vergangenen November ausgehandelt hatte. (apa)

17.8.2004 08:47