Nach El-Kaida-Treffen wächst in USA Furcht vor neuem Großanschlag
- Zwei der Teilnehmer in Haft
- Bombenexperte weiter gesucht
Nach einem geheimen Treffen des El-Kaida-Netzwerks fürchten die US-Behörden ein neues Attentat von den Ausmaßen der Anschläge vom 11. September 2001. Die pakistanischen Geheimdienste hätten herausgefunden, dass sich mehrere Mitglieder der Terrororganisation im März in der nordwestpakistanischen Provinz Wasiristan getroffen hätten, berichtet das US-Nachrichtenmagazin "Time".
Die Konferenz könnte der Schlüsselmoment für ein weiteres Attentat gewesen sein, ähnlich einem Treffen in Kuala Lumpur im Jahr 2000 vor den Anschlägen in New York und Washington. Der Fakt, dass ein Bombenexperte an dem Treffen teilgenommen habe, sei "extrem bedeutsam", sagte der pakistanische Machthaber Pervez Musharraf dem Magazin.
Beteiligt waren an dem Treffen dem Bericht zufolge der Überwachungsspezialist Abu Issa al Hindi und der US-Pakistaner Mohammed Junaid Babar, der Bargeld, Ponchos und Schläfsäcke mitgebracht habe. Hindi ist derzeit in Großbritannien in Haft, Babar wurde im April in New York festgenommen. Ein weiterer Teilnehmer des Treffens, der Bombenexperte Adnan al Shukriyumah, sei jedoch weiter auf freiem Fuß. Der 29-jährige spreche Englisch und habe die Fähigkeit, sich als harmlos darzustellen. Ein FBI-Mitarbeiter warnte laut Magazin, Shukriyumah könnte der nächste Mohammed Atta sein. Atta war einer der Todespiloten des 11. September.
(apa)
