Debatte um Homo-Partnerschaften: Tiroler LH Van Staa fordert offensiven Umgang
- Für eingetragene Partnerschaften
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·Heiße Diskussion
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Der Tiroler Landeshauptmann und ÖVP-Landesobmann Herwig van Staa empfiehlt seiner Partei einen "offensiven Umgang" mit der Debatte um die gesetzliche Gleichstellung homosexueller Paare. In einer österreichischen Tageszeitung spricht er sich für das Modell der eingetragenen Partnerschaft aus.
"Ich möchte diese eingetragene Partnerschaft aber noch um einen wichtigen Aspekt erweitern. Bei diesen Partnerschaften soll ein Pensions- und Krankenversicherungssplitting gelten", zitiert das Blatt den ÖVP-Politiker. Das Pensions- und Krankenversicherungssplitting soll demnach auch auf verheiratete Paare ausgeweitet werden. Auf diese Weise will der Landeshauptmann betonen, dass eine Partnerschaft "sowohl Rechte als auch Pflichten haben muss".
Bei der eingetragenen Partnerschaft wäre es Van Staas Ansicht nach "kein Problem", das Erbrecht so zu regeln, damit dies auch für gleichgeschlechtliche Paare "zum Tragen kommt". Ein Adoptionsrecht für Homosexuelle lehnt er "als eindeutig falsches gesellschaftspolitisches Signal" allerdings ab und betont die "Notwendigkeit der besonderen Förderung für Familie und Ehe".
Den Vorwurf, Bundeskanzler Schüssel (V) reagiere in dieser Frage mit Diskussionsverweigerung, weist der Landeshauptmann in dem Interview zurück: "Der Kanzler verfolgt sicher die Diskussion intensiv. Und er wird sich sein Bild machen, und dann seine Stellungnahme abgeben."(apa)
