Sonntag, 22. August 2004

Tragischer Canyoning-Unfall in OÖ: Zweites Opfer in Bad Ischl gefunden!

  • Sucherfolg erst nach Sinken des Wasserspiegels

Auch das zweite der beiden Todesopfer eines Canyoning-Unfalles in Bad Ischl konnte Montagnachmittag gefunden werden. Die großangelegte Suche von Bergrettern und Gendarmerie war erst erfolgreich nachdem der Wasserspiegel im Grabenbach gesunken war. Das erste Opfer war bereits in der Nacht zum Sonntag entdeckt worden.

Am Samstag waren die zwei Linzer im Alter von 28 und 34 Jahren gegen 10.00 Uhr in den Grabenbach im Bad Ischler Rettenbachtal gestiegen. Zur Mittagszeit dürften die Extremsportler schließlich den "Dopplerfall" erreicht haben. Beim Abseilen über den Wasserfall geriet vermutlich der Jüngere in Schwierigkeiten. Sein Begleiter dürfte ihm noch geholfen haben, es verunglückten aber beide.

Die Schwester des jüngeren Sportlers machte sich Sorgen, weil die beiden nicht zurückkehrten und alarmierte die Bergrettung. Wegen des starken Regens, des reißenden Wassers und der sehr schlechten Sicht konnten die Einsatzkräfte jedoch am Samstag erst gegen Mitternacht erste Spuren der Vermissten finden. Sie entdeckten den 28-Jährigen tot in den reißenden Fluten. Er hing noch im Seil.

Von seinem Begleiter, einem 34-jährigen Cobra-Beamten fehlte aber zunächst jede Spur. Er wurde in einem 150 bis 200 langen Abschnitt des Grabenbaches vermutet. Wegen des hohen Wasserstands war aber eine Suchaktion zunächst nicht möglich. Erst nachdem das Hochwasser zurückgegangen war, konnten knapp Montagnachmittag 30 Einsatzkräfte von Gendarmerie und Bergrettung im Bach nach dem Vermissten suchen. Sie fanden ihn ebenfalls nur noch tot. Die Bergrettung musste die Leiche aus dem Bachbett an Seilen über überhängendes Gelände 150 Höhenmeter zu einer Straße hinauf schaffen. (apa)

22.8.2004 10:30