Sonntag, 22. August 2004

Windbö warf Kinderwagen um: Baby drohte im Sicherheitsgurt zu ersticken!

  • Arzt: Keine bleibenden Schäden für Baby
  • Für Sicherheitsexperten "extrem seltener Einzelfall"

Jenes Kleinkind, das am Samstag in Peggau (Bezirk Graz-Umgebung) mit seinem Kinderwagen umgestürzt und von dem Gurt beinahe stranguliert worden war, ist wieder wohlauf. Wie der behandelnde Arzt der Grazer Kinderklinik am Sonntag sagte, kann der zwölf Monate alte Dustin spätestens am Montag in häusliche Pflege entlassen werden. Bleibende Schäden wird es keine geben.

Das Kleinkind hatte in seinem Sitzkinderwagen, der im Garten vor einem Einfamilienhaus abgestellt war, geschlafen. Vermutlich durch eine Windbö wurde der Buggy umgeworfen: Klein-Dustin blieb so unglücklich im Gurt hängen, dass er keine Luft bekam. Als ihn seine Eltern wenige Minuten später fanden, war er bewusstlos und im Gesicht blau angelaufen. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde der Bub in die Kinderklinik gefolgen.

"Diese Art von Strangulation ist extrem selten", erklärt Kinderchirurg Günther Schimpl, Geschäftsführer des Komitees "Große schützen Kleine". Viel häufiger seien Sturzunfälle von nicht angeschnallten Kindern, egal ob im Kinderwagen oder im Auto, passierten. Zweite große Gefahrenquelle: Nicht passende Kindersitze bzw. Kinderwagen. Sei etwa das Kind für einen Buggy noch zu klein, könne es unter dem Gurt durchrutschen, so der Kinderchirurg. (apa)

22.8.2004 08:27