Neue Enthüllungen: Wussten Krenn & Co längst über Homo-Beziehungen Bescheid?
- Visitator Klaus Küng weist TV-Berichte zurück
- Erste deutliche Hinweise gäbe es erst seit November
·St.Pölten: "Es war ein richtiger Sumpf"
Seminarist packt aus:
"Moralisch unterm Hund"
·Kirchenaustritte nehmen rasant zu
In Wien plus 30 Prozent, in St. Pölten sogar plus 186%
·Causa St. Pölten zeigt seine Wirkung!
Immer mehr Gläubige treten aus Kirche aus
·Chronologie: Sex-Skandal in der Kirche
Der "pastorale Supergau" im zeitlichen Überblick
·NEWS zitierte aus
den Küng-Akten!
Seminar als "Freuden-haus für Homosexuelle"
·6 Monate bedingt für Ex-Seminaristen
Priesterschüler speicherte
1.700 Kinderporno-Fotos
Der Apostolische Visitator für die Diözese St. Pölten, Bischof Klaus Küng, hat am Samstag Berichte zurückgewiesen, dass die homosexuellen Ausschweifungen im Priesterseminar St. Pölten dem Vatikan und der österreichischen Bischofskonferenz schon seit zwei Jahren bekannt gewesen sein könnten. "Erste deutliche Hinweise auf 'problematische Zustände'" hätten sich erst im November 2003 mit der Entdeckung pornografischer Bilder im Computersystem ergeben, so Küng laut Kathpress.
Der deutsche Fernsehsender ARD berichtet in einer TV-Dokumentation, die Sonntag ausgestrahlt werden soll, dass die Vorwürfe bereits seit zwei Jahren bekannt seien. Küng hält dem entgegen, die "ersten deutlichen Hinweise" hätten sich im November 2003 ergeben, als bei der Suche nach Viren im Computersystem pornografische Bilder entdeckt wurden. Nach einer ersten internen Untersuchung sei am 27. November eine Anzeige des Diözesanbischofs Kurt Krenn an die niederösterreichische Sicherheitsdirektion erfolgt.
Etwa zum selben Zeitpunkt seien unter den Seminaristen und auch im Klerus der Diözese St. Pölten erste Hinweise auf das Bestehen homophiler Beziehungen im Priesterseminar aufgetaucht. Es sei zu Anfragen in diözesanen Gremien gekommen, "aber über die internen Bereiche der Diözese hinaus wurde dies meines Wissens nicht bekannt", so Bischof Küng.
Erst durch genaue Befragungen von Seminaristen durch die Kriminalpolizei im heurigen Juni, durch die Hausdurchsuchungen im Mai und Juni sowie durch Äußerungen Hilfe suchender Seminaristen seien die Hinweise auf homophile Beziehungen im Seminar erhärtet worden. Die "genauere Konsistenz der homophilen Vorkommnisse und ihre Zuordnung zu Einzelpersonen" sei auch jetzt noch nicht endgültig geklärt. (apa)
