Samstag, 21. August 2004

"Schluss mit den Megastaus": Cap fordert Anti-Stau-Offensive!

  • Staumanagementzentrale, Baustellenkoordinator und besseres Unfallmanagement

"Nichts geht mehr" hat es aus Sicht der SPÖ im zu Ende gehenden Sommer zu oft auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen und auch in den Städten geheißen. SPÖ-Klubobmann Cap forderte daher nun im APA-Interview eine "Anti-Stau-Offensive" und die Einrichtung einer Staumangagementzentrale.

Der Regierung, allen voran Infrastrukturminister Gorbach, wirft Cap vor, keine Maßnahmen gegen die Verkehrszunahme auf Grund der Ostöffnung gesetzt, das Lkw-Road-Pricing schlecht vorbereitet und die Bautätigkeit schlecht koordiniert zu haben sowie "ein katastrophales Baustellenmanagement" zu betreiben.

"Schluss mit den Megastaus", unter diesem Motto steht das von Cap vorgelegte Konzept. Dieses sieht als ersten Punkt die Einrichtung einer österreichischen Staumanagementzentrale vor. Diese solle lang-, mittel- und kurzfristig die Blechschlangen in Österreich verkürzen.

Ein Baustellenkoordinator soll, geht es nach der SPÖ, zwischen Bund, Ländern und Gemeinden für ein optimales Baustellenmanagement und damit kürzere Baustellenzeiten sorgen. Notwendige Autobahn- und Schnellstraßen-Stücke, die der Staubeseitigung helfen, sollten rasch fertig gestellt werden.

Verbessert werden solle zudem das Unfallmanagement. Ziel müsse es sein, durch großflächige Information der Autofahrer die Staugefahr zu verringern. Cap fordert weiters Maßnahmen zur offensivem Verkehrsverlagerung auf Schiene und Schiff. Lkw-Umfahrungsrouten gilt es nach Ansicht der Sozialdemokraten "lückenlos zu beseitigen".

Mit all diesen Maßnahmen könnte dafür gesorgt werden, "dass 2004 das letzte Jahr mit derartigen Megastaus in Österreich ist". Staus würden nämlich nicht nur der Lebensqualität des Einzelnen schaden, sondern auch der Wirtschaft, der Energiebilanz der Umwelt, dem Klimaschutz und dem Tourismus, argumentiert Cap. (apa)

21.8.2004 11:54