Straßenbahn in Linz entgleist: 44-jährige Frau geriet unter Fahrzeug und stirbt
- Auto bei Rot in die Kreuzung, wirft "Bim" aus Schienen
·Bluttat in Lignano bis ins Detail geplant
Ex-Frau fassungslos: "Er hätte so etwas nie getan"
Die Entgleisung einer Straßenbahn in Linz hat Donnerstagnachmittag eine Tote und sieben Verletzte gefordert. Eine 44-jährige Linzerin, die vor den Augen ihrer zehnjährigen Tochter unter die Straßenbahn geriet, musste mehrfach wiederbelebt werden. Sie starb am Abend im Unfallkrankenhaus Linz. Sieben weitere Personen wurden bei dem Unfall leicht verletzt.
Die Straßenbahn war kurz vor 14.00 Uhr nach dem Zusammenstoß mit einem Pkw entgleist. Eine 34-jährige Autolenkerin aus Linz war bei Rot in die Kreuzung Dauphinestraße eingefahren und hatte den "Cityrunner" der Linz AG fast zur Hälfte aus den Schienen geworfen. Die Straßenbahn wurde in den Haltestellenbereich katapultiert und kam nur etwa einen halben Meter vor einem Haus zum Stillstand. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich etwa 20 Personen im Haltestellenbereich.
Eine 44-jährige Linzerin wurde frontal von der Straßenbahn erfasst und kam unter dem tonnenschweren Fahrzeug zu liegen. Sie musste noch an der Unfallstelle von einem Notarztteam reanimiert werden, ihre Tochter wurde vom Kriseninterventionsteam betreut.
Der Zustand der 44-Jährigen wurde von den Ärzten Donnerstagnachmittag stets als "sehr kritisch" beschrieben. Die Frau musste im Unfallkrankenhaus mehrfach wiederbelebt werden. "Sie hatte eine Chance von unter einem Prozent", sagte ein behandelnder Arzt Donnerstagabend, als der Tod der Frau bekannt wurde.
Die 34-jährige Autolenkerin, die den Unfall ausgelöst haben dürfte, wurde ebenfalls verletzt. Fünf Fahrgäste, die sich in der Straßenbahn befanden, erlitten wie auch der Lenker leichte Verletzungen. Nach dem Unfall auf der Strecke der Straßenbahnlinie 1 zwischen Auwiesen und Simonystraße war der Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Straßenbahnverkehrs laut Linz AG "noch nicht absehbar".
