Mittwoch, 18. August 2004

Organisierte Kriminalität: Innenministerium
verstärkt seine Auslandspräsenz!

  • 15 Verbindungsbeamte sollen in andere Länder geschickt werden

Das Innenministerium will zur Bekämpfung von Organisierter Kriminalität und Terrorismus seine Auslandspräsenz verstärken. 15 Verbindungsbeamte sollen in andere Länder geschickt werden, um dort mit den Sicherheitsbehörden zusammenzuarbeiten und den Innenminister frühzeitig über gefährliche Entwicklungen zu informieren.

Derzeit seien 14 dieser speziell geschulten Exekutivbeamten in einigen Staaten Osteuropas sowie des Nahen Ostens tätig. In welche Länder die Beamten geschickt werden sollen, ist noch nicht entschieden. Es dürften aber weitere Staaten Osteuropas und des Nahen Ostens sein.

Die Vergrößerung des Netzes an Verbindungsbeamten sei vor allem wegen des Kampfes gegen den Terrorismus "von großer Bedeutung", sagte Innenminister Strasser laut Ö1. In einigen osteuropäischen Staaten befänden sich zudem die Basen von organisierten Banden, die auf Beutezug nach Österreich gingen.

Derzeit sind Verbindungsbeamte unter anderem in Tschechien, Polen, Russland, Marokko, der Türkei und Jordanien tätig. Ihre Aufgabe ist es, die Zusammenarbeit mit den dortigen Sicherheitsbehörden zu verbessern sowie Hilfe bei der Ausbildung von Exekutivkräften und bei der Bekämpfung der Kriminalität zu geben.

Die 15 neuen Verbindungsbeamten - darunter erstmals eine Frau - sind als Generalisten in allen Tätigkeitsbereichen des Innenministeriums kompetent. Schwerpunkte ihrer Ausbildung sind eine Verbesserung der Sprachkenntnisse, interkulturelle Kommunikation und Konfliktmanagement. (apa)

18.8.2004 09:52