Zivildienst: Junge ÖVP fordert Verkürzung auf sechs Monate!
- Fuhrmann: Gleichstellung von Zivil- und Wehrdienst
·Kommission tagt über Zivildienst!
UMFRAGE: Soll auch der Zivildienst verkürzt werden?
·Verpflichtendes Sozialjahr vorstellbar
63% der Österreicher wollen Zivildienst ersetzen
·Alle Details über den Zivildienst!
Verlängerung nach Ende der Gewissensprüfung
Die Junge ÖVP hat am Dienstag ihrer Forderung bekräftigt, dass der Zivildienst nicht länger dauern dürfe als der Wehrdienst. Derzeit seien Zivildiener länger im Einsatz und finanziell schlechter gestellt, kritisierte JVP-Obfrau Silvia Fuhrmann in einer Pressekonferenz am Dienstag. Sie wolle diese Forderung auch in die Zivilrechtsreformkommission einbringen.
"Der Dienst an der Waffe ist genauso viel wert wie der Dienst an der Gesellschaft", so Fuhrmann. Der Zivildienst solle eine echte Alternative sein, die in Österreich auch anerkannt werde.
Bei der finanziellen Gleichstellung gehe es vor allem darum, dass die Trägerorganisationen für die Verpflegung der Zivildiener sorgen sollen - wie das Bundesheer für die Präsenzdiener. Die derzeitigen Aufgaben der Zivildiener seien grundsätzlich zu hinterfragen, da sie sehr unterschiedlich seien. "Für mich ist der Dienst bei der Rettung eigentlich schon eine Ebene über den Zivildienst", so Fuhrmann, er bedürfe eigentlich einer Ausbildung und besseren Entlohnung.
Durch Verkürzung des Zivildienstes auf sechs Monate erreiche man auch eine Verkürzung der Warteschleife. Derzeit würden Zivildiener bis zu einem dreiviertel Jahr auf ihren Einsatz warten.
Die Junge ÖVP spricht sich gegen ein verpflichtendes Sozialjahr für alle jungen Menschen in Österreich aus, da Mann und Frau in der partnerschaftlichen Arbeit nach wie vor nicht gleich viel leisten. Allerdings sei vorstellbar - analog zum Bundesheer - eine einjährige Berufsanwärterausbildung "Einjährig Freiwillig" beim Zivildienst einzuführen. (apa)
