Streit um Homo-Ehe: ÖVP für Gusenbauer
"absolut antiquiert und lebensfremd"
- "Eingetragene Partnerschaft" kein Gefahr für Ehe & Familie. Umfrage: Mehr Rechte für Homo-Partnerschaften?
·VP dagegen, SP und
Grüne sind dafür!
UMFRAGE: Homosexuelle Paare gleichstellen?
·Grüne fordern ZIP: Alle Reaktionen!
Molterer: "VP wird Arbeits- gruppe einsetzen!"
·Heiße Diskussion
um Homo-Liebe
Kohl gegen Gleichstellung mit Ehe und Familie
·Homo-Ehe: Grüne fordern Zivilpakt!
Lunacek: Soll aber auch für Heteros möglich sein
·FP: Mainoni wagt internen Vorstoß
Staatssekretär spricht sich deutlich für Homo-Ehe aus
·Homo-Ehe: Klasnic will "darüber reden"
Im "profil"-Interview fordert sie eine offene Diskussion
·Kohl: Arbeitsgruppe
zur Homo-Ehe
ÖVP/FPÖ Justizsprecher gegen mehr Rechte
Als "absolut antiquiert und lebensfremd" bezeichnet SPÖ-Bundesparteivorsitzender Alfred Gusenbauer die Ansichten der ÖVP in der Frage der Gleichstellung von homosexuellen und heterosexuellen Paaren. In der Volkspartei befänden sich die konservativen Kräfte auf dem Vormarsch. Er lehne die "Diskussionsverweigerung" der ÖVP ab, betonte Gusenbauer am Dienstag in einer Pressekonferenz in Wien.
Das SPÖ-Modell der "Eingetragenen Partnerschaft" (EP) gefährde weder die Ehe noch die Familie und gebe "abertausenden Menschen" die Möglichkeit, auf geregelter Basis zusammenzuleben, so Gusenbauer. Der von den Grünen geforderte "Zivilpakt" sei laut Untersuchungen, die der SPÖ vorlägen, eine schwächere Form der Absicherung als die EP, die bereits in mehreren EU-Mitgliedsstaaten praktiziert werde.
Der Bundesparteichef kündigte an, dass man im Herbst einen fertigen Gesetzestext im Parlament einbringen werde.
Dass "Kräfte am Rand der ÖVP" versuchten, das Rad der Geschichte zurückzudrehen, habe bereits der Streit über Abtreibungen an Salzburgs Landeskrankenhäusern gezeigt, der zwischen Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S) und ihrem Stellvertreter Wilfried Haslauer (V) entbrannt war. (apa)
