VP-FP konstant hinter Rot-Grün:
Regierungsparteien im Stimmungstief!
- Umfrage: SPÖ 41%, ÖVP 38%, Grüne 11%, FPÖ 9%
- 67 Prozent lehnen vorgezogene Neuwahlen ab
·"profil"-Umfrage: SPÖ klar vor ÖVP
Regierungskoalition VP/FP hätte keine Mehrheit mehr
Knapp zwei Jahre nach der bisher letzten Nationalratswahl befinden sich die Regierungsparteien ÖVP und FPÖ bei den Wählern anhaltend im Stimmungstief. Beide liegen heuer deutlich hinter dem Wahlergebnis vom 24. November 2002 zurück. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market" hervor.
Demnach zeigt sich ein das gesamte Jahr 2004 anhaltender Vorsprung für die SPÖ vor der ÖVP, aktuell mit 41 Prozent der Stimmen zu 38 Prozent. Den Umschwung zu Gunsten der SPÖ datieren die Meinungsforscher mit Sommer 2003. "market" verweist darauf, dass damals die Pensionsreform und Themen wie etwa die Privatisierung der voestalpine für Unmut bei der Bevölkerung gesorgt hätten.
Doch nicht nur bei Platz eins habe sich das Kräfteverhältnis seit 2002 gedreht, auch bei Platz drei habe es einen Wechsel gegeben. Bei allen Umfragen im Jahr 2004 lagen die Grünen vor der FPÖ, aktuell mit elf zu neun Prozent.
Die Regierungsparteien ÖVP-FPÖ liegen derzeit also gegenüber SPÖ-Grüne mit 47 zu 52 Prozent zurück. "market" verspricht sich davon Spannung bei Fortlauf der derzeitigen Legislaturperiode. Beide Parteien seien aufgefordert, die verbleibende Zeit bis zur nächsten Nationalratswahl zu nutzen, um den Rückstand in der Wählergunst aufzuholen. Ein vorzeitiges Ende der Koalition sei den beiden Partnern nicht anzuraten und werde von der Mehrheit der Befragten auch nicht gewünscht: 67 Prozent lehnen vorgezogene Neuwahlen ab, 24 Prozent sprechen sich dafür aus, betonen die Meinungsforscher.
Für die ÖVP empfehle sich dabei laut Umfrageergebnissen, weiterhin auf Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zu setzen. Denn würde es jetzt eine Bundeskanzler-Direktwahl geben, hätte Schüssel den Rückhalt von 33 Prozent der Wählern. Im Gegensatz dazu würden nur 14 Prozent Alfred Gusenbauer ihre Stimme geben. (apa)
