Montag, 16. August 2004

Drogenproduktion in großem Stil: "HiTech-Haschisch-Pflanzer" kriegen 6 Jahre Haft

  • Die Urteile sind allerdings noch nicht rechtskräftig.

Einer der größten Suchtgift-Prozesse Kärntens fand am Dienstag am Klagenfurter Landesgericht statt: Der 24-jährige Villacher wurde vom Schöffensenat der Herstellung einer übergroßen Menge Suchtgifts und des In-Verkehr-Setzens einer großen Menge an Drogen schuldig erkannt und zu sechs Jahren Haft verurteilt. Der 44 Jahre alte in Graz lebende gebürtige Rumäne fasste als Beitragstäter drei Jahre Haft, davon zwei Jahre bedingt, der 32-jährige Südtiroler vier Jahre Haft aus.

Die Urteile sind allerdings noch nicht rechtskräftig. Der Villacher erbat drei Tage Bedenkzeit, der Südtiroler meldete Nichtigkeit und Berufung an. Der Rumäne nahm zwar die Strafe an, doch bei ihm meldete Staatsanwalt Bernhard Kaplaner Berufung an. Zu den beiden anderen Urteilen gab der Ankläger keine Erklärung ab.

Zwei Österreicher und ein Rumäne waren angeklagt, in einer "Privat-Plantage" in großem Stile Cannabis-Pflanzen im geschätzten Wert von 200.000 Euro fabriksmäßig angebaut und in weiterer Folge vertrieben zu haben.

In einem abgelegenen Teil von Kärnten war auf höchstem technischen Niveau - unter anderem waren Bewässerung und Düngung der illegalen Pflanzen Computer-gesteuert - eine groß angelegte Cannabis-Plantage in einem ehemaligen Stallgebäude installiert worden. Aufgeflogen sind die Angeklagten durch den starken Haschischgeruch, den die Nachbarn wahrgenommen hatten.(apa/red)

16.8.2004 22:35