Montag, 16. August 2004

Debatte um Rechtschreib-Reform: Treffen in Wien ging ohne Ergebnisse zu Ende

  • Spitzenbeamte aus Österreich, Schweiz, Deutschland berieten über weitere Vorgangsweise

Wie erwartet ohne konkretes Ergebnis ist am Montag das Gespräch von Spitzenbeamten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zur Rechtschreibreform in Wien verlaufen. Diskutiert habe man den deutschen Vorschlag, als Nachfolger für die im kommenden Jahr auslaufende Zwischenstaatliche Kommission einen Rat für deutsche Rechtschreibung einzurichten, betonte die im Bildungsministerium für die Reform zuständige Sektionschefin Heidrun Strohmeyer nach der Sitzung vor Journalisten. Die Ergebnisse dieses Gesprächs würden in einen Entwurf einfließen, der von deutscher Seite vorgelegt werde. Von den deutschen und Schweizer Vertretern gab es keinen Kommentar.

Besprochen worden seien die Aufgaben des künftigen Rats und der Geltungsbereich der Rechtschreibregeln in der Schule und der Verwaltung, so Strohmeyer. Gesprächsinhalt sei ferner die Zusammensetzung des Rats gewesen. Über die Zukunft der Rechtschreibreform nach den jüngsten Entwicklungen habe man hingegen nicht gesprochen. Österreich stehe aber weiter zu den neuen Schreibregeln, betonte Strohmeyer: Dazu gebe es eine politische Entscheidung, an der festgehalten werde.

An der Sitzung nahmen neben Strohmeyer der Generalsekretär der deutschen Kultusministerkonferenz, Erich Thies, der Generalsekretär der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, Hans Ambühl, der Vorsitzende der Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung, Karl Blüml, und der im Bildungsministerium mit der Umsetzung der Reform betraute Beamte Fritz Rosenberger teil.

(apa/red)

16.8.2004 14:18