Die Ideallinie zum Ungarn-Grand Prix: So umgehen Rennsport-Fans den Stau
- ÖAMTC: Die besten Zufahrtsstrecken zum Hungaroring
- Verstärkte Verkehrskontrollen auf den Routen dorthin!
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Am Wochenende steigt in Ungarn 13. Saisonrennen
Am kommenden Wochenende hält der Formel 1-Zirkus in Ungarn. Zehntausende Fans aus Österreich, Deutschland und Italien werden sich nicht entgehen lassen, wen Schumi, Montoya und Co. über den Hungaroring rasen. Umso ärgerlicher ist, wenn man auf den Weg dahin im Stau steckt, und nichts mehr weiter geht. Der ÖAMTC hat die Ideallinien zum Ungarnring zusammengestellt.
Aus dem Großraum Wien, dem östlichen, nördlichen und westlichen Niederösterreich sowie dem nördlichen Burgenland führt die direkte Verbindung über die Ost Autobahn (A4) und in Ungarn weiter die Autobahn M1 Richtung Budapest.
Ausweichroute über Pamhagen
Sollte der Grenzübergang Nickelsdorf überlastet sein, rät der Touringclub, die Ost Autobahn (A4) bei Mönchhof zu verlassen und über Pamhagen im Seewinkel zu fahren. Dieser Grenzübergang ist aber nur von 5.00 bis 24.00 Uhr geöffnet. Weiter fährt man dann in Ungarn die B 85 bis Györ, ab dort die Autobahn M1 Richtung Budapest.
Shuttleservice in Budapest
Bewohner des südlichen Niederösterreichs und des mittleren Burgenlands sollten den Grenzübergang Rattersdorf benutzen und weiter über Köszeg und Györ Richtung Budapest fahren. Der Übergang Schachendorf bietet sich vom südlichen Burgenland an. Weiter geht es von dort über Szombathely, Veszprem und Szekesfehervar in die ungarische Hauptstadt. In Budapest selbst sind die Zufahrten zum Hungaroring an allen Einfahrtstraßen gut beschildert. Außerdem gibt es ab dort zahlreiche Zubringerdienste zur Rennstrecke.
In Ungarn herrscht Vignettenpflicht
Die Autobahnen M1 (Nickelsdorf - Budapest), M7 (Szekesvfehervar - Budapest), und die M3 (Budapest zum Hungaroring), sind Maut-pflichtig, erinnert der ÖAMTC. Motorsportfans können um etwa sechs Euro (abhängig vom Tageskurs) eine Vier-Tages-Vignette kaufen. Erhältlich ist die Vignette, die für diese Autobahnen gilt, an der ÖAMTC-Grenzdienststelle in Nickelsdorf sowie an den meisten Übergängen sowie an zahlreichen Tankstellen in Ungarn.
Absolutes Alkoholverbot am Steuer
Zugleich sollte man auch sonst einige spezielle Verkehrsvorschriften beachten: Außerhalb von Ortsgebieten ist auch tagsüber Abblendlicht vorgeschrieben. Telefonieren am Steuer ist nur unter Verwendung einer Freisprecheinrichtung erlaubt. Und mit 0,0 Promille gilt absolutes Alkoholverbot am Steuer. Bei Überschreitung wird der Führerschein abgenommen, ab 0,8 Promille ist zusätzlich auch der Reisepass weg.
Reisepass immer noch Pflicht
Auch nach dem EU-Beitritt benötigt man für die Einreise nach Ungarn ein Reisedokument. Akzeptiert werden der Reisepass, der auch bis zu fünf Jahre abgelaufen sein darf, oder der gültige Personalausweis. Der Führerschein hingegen ist kein Reisedokument.
Verstärkte Verkehrsüberwachung
Autofahrer müssen am kommenden Wochenende in Ungarn auf den Zufahrtsrouten zum Hungaroring mit intensiver Verkehrsüberwachung rechnen. "Damit man keine unliebsamen Überraschungen erlebt, sollten die Verkehrsregeln penibel eingehalten
werden. Die Strafen für Verkehrssünder sind in den vergangenen Jahren verschärft worden, um die Unfallbilanz auf Ungarns Straßen zu verbessern", weiß ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer.
Strafen unbedingt begleichen
Die Geldstrafen für Verkehrsdelikte variieren je nach Schwere zwischen 500 und 10.000 Forint (2,05 Euro bis 41 Euro). "Die Polizisten dürfen die Verkehrsstrafen nicht in bar einheben. Damit sollen Korruptionsfälle vermieden werden", sagt der ÖAMTC. Verkehrssünder müssen ihre Strafen mittels Scheck oder Zahlschein
begleichen. Die Zahlung per Zahlschein kann auch in Österreich erfolgen. "Wer glaubt, sich das Geld sparen zu können, indem er zuhause das Bußgeld nicht überweist, irrt. Die Daten werden an die Grenzpolizei weitergeleitet. Bei der nächsten Einreise nach Ungarn wird die Strafe sofort fällig, wenn der Kfz-Besitzer an der Grenze kontrolliert wird".
Mehrere Geschwindigkeitskontrollen hintereinander
Ein abschließendes Detail zur Verkehrsüberwachung auf Autobahnen: ÖAMTC-Jurist Hoffer macht gemeinsam mit seinen Kollegen vom ungarischen Automobilclub MAK darauf aufmerksam, dass gerade auf der Autobahn in Richtung Österreich bei "Großevents" wie dem Formel 1 Grand Prix mehrere Geschwindigkeitsmessungen hintereinander durchgeführt werden. (apa/red)
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