Pariser Justiz untersucht Dianas Tod neu: Blutprobe des Chauffeurs unter der Lupe
Knapp sieben Jahre nach dem Unfalltod von Prinzessin Diana in Paris interessiert sich die französische Justiz erneut für die Blutprobe ihres Chauffeurs Henri Paul. Wie Pariser Justizkreise berichteten, hat ein Berufungsgericht vor kurzem eine Untersuchung angeordnet. Dabei geht es ein weiteres Mal um die Frage, ob die Blutprobe des Fahrers vertauscht worden sein könnte.
Nach den Ermittlungsergebnissen der Polizei hatte Paul vor der Fahrt getrunken und auch Drogen genommen. In einem Tunnel an der Seine hatte er am 31. August 1997 bei mehr als 120 Stundenkilometern die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Das Auto fuhr gegen einen Pfeiler. Neben Diana starb ihr Begleiter Dodi al Fayed.
Auf Antrag der Eltern des Chauffeurs hatte sich von Sommer 2002 an eine Richterin mit der Frage einer vertauschten Blutprobe befasst, das Verfahren allerdings im März des folgenden Jahres eingestellt. Sie soll nach unbestätigten Justizberichten praktisch keinerlei Untersuchung angestellt haben. Das Berufungsgericht ordnete am 29. Juni an, dass eine Untersuchungsrichterin sich damit befassen soll, wie die Blutentnahme und -analyse abgelaufen sein könnte. Vor allem Dodi al Fayeds Vater Mohammed war in die Berufung gegangen.(apa/red)
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