"Airbus-Subventionen sind unfair": US-Präsident Bush will vor WTO ziehen
- Bush: "Ende der Subventionen für Airbus wird freien
Die USA erwägen nach den Worten von Präsident Bush, gegen die Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus vor die Welthandelsorganisation (WTO) zu ziehen. "Ich habe den US-Handelsbeauftragten Robert Zoellick beauftragt, bei seinem Treffen im September mit europäischen Vertretern diesen zu sagen, dass wir die Subventionen als unfair betrachten", sagte Bush am Freitag in Seattle.
Zoellick solle alle Möglichkeiten ausschöpfen, diese Subventionen zu stoppen, darunter falls nötig auch der Gang vor die WTO, so Bush. Der US-Präsident hielt sich in der Stadt, in der Airbus-Konkurrent Boeing sitzt, zu einer Wahlkampfveranstaltung auf.
"Wir glauben an den freien Handel, aber wir wollen, dass der freie Handel auch fair ist, und ein Ende der Subventionen für Airbus wird den Handel fair machen und das Spielfeld ausgeglichen", sagte Bush weiter. Boeing war im vergangenen Jahr von Airbus als Weltmarktführer für Zivilflugzeuge abgelöst worden.
Der US-Flugzeughersteller begrüßte die Ankündigung von Bush. Boeing wirft Airbus vor, ungerechtfertigte Subventionen von europäischen Regierungen zu erhalten. Airbus erklärt hingegen, nicht Subventionen, sondern Darlehen zu bekommen. Diese stünden in Übereinstimmung mit einem amerikanisch-europäischem Abkommen von 1992, das eine allmähliche Reduzierung staatlicher Hilfen vorsieht. Das Abkommen erlaubt Airbus, von europäischen Regierungen Darlehen zu günstigen Konditionen zu bekommen.(apa/red)
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