Dienstag, 10. August 2004

Ölpreis weiter im Steigen begriffen: Das Barrel kostet bereits über 46 Dollar!

  • Offensive im Irak verunsichert Märkte

Die US-Offensive im Südirak und andere Einflüsse haben den Ölpreis am Freitag weiter in die Höhe getrieben. An der Rohstoffbörse in New York kostete ein Barrel (159 Liter) leichtes Rohöl am Nachmittag 46,10 Dollar. Damit wurde der Rekord vom Donnerstagabend um 60 Cent überschritten. An der Londoner Petroleumbörse wurde ein Barrel der Nordseesorte Brent am Abend für 42,52 Dollar gehandelt. Das war ebenfalls ein neuer Rekord.

"Am Markt überwiegt die Einschätzung, das mehr schlechte als gute Dinge bevorstehen", sagte Sam Dale, Büroleiter von Energy Intelligence in Singapur. Vor allem die US-Offensive im Südirak beunruhigt die Ölhändler, weil eine Unterbrechung der irakischen Lieferungen droht. Weitere Sorgen: Die anhaltende Yukos-Krise in Russland, Produktionsbehinderungen wegen Stürmen im Golf von Mexiko, die kommende Volksabstimmung in Venezuela über Präsident Hugo Chavez, die angespannte Lage im Förderland Nigeria.

Unterdessen hat der venezolanische Ölminister Rafael Ramirez die Hoffnung geäußert, dass die OPEC beim nächsten Treffen in Wien im September das offizielle Preisband anheben werde. Bisher streben die Ölländer offiziell einen Barrelpreis zwischen 22 und 28 Dollar an. (apa/red)

10.8.2004 19:17