Lauda Air und AUA: Gemeinsame Betriebs-Versammlung am Freitag den 13.
- AUA-Betriebsrat: "Die Zeichen stehen auf Sturm"
- Keine Beeinträchtigungen des Flugverkehrs erwartet
·Lauda Air: Streik steht vor der Tür
Bordpersonal erhebt Vor-würfe gegen Führung
·AUA: "Wir würden gleich losschlagen"
Verwirrung um KV: Piloten
'stinksauer' und streikbereit
Der Konflikt zwischen dem fliegenden Personal von Lauda/AUA und dem Management um den gemeinsamen Kollektivvertrag geht weiter. Für Freitag, den 13. August ist ab 9:30 Uhr eine Betriebsversammlung angesetzt um die Belegschaft über den aktuellen Stand der Gespräche zu informieren.
"Die Zeichen stehen auf Sturm", heißt es in einer aktuellen Mitteilung des AUA-Betriebsrats Bord von heute, Montag. Die Länge der Versammlung werde vom Informationsbedürfnis der Belegschaft abhängen, meinte der stellvertretende Betriebsratsobmann Karl Minhard auf APA-Anfrage. Er könne sich aber vorstellen, "dass es nicht allzu schnell geht". Allfällige Störungen des Flugbetriebs wurden nicht ausdrücklich ausgeschlossen.
Keine Beeinträchtigungen des Flugverkehrs erwartet
Die Austrian Airlines gehen davon aus, "dass diese Betriebsversammlung dem dafür vorgesehenen Informationszweck dient und es zu keinen Beeinträchtigungen des Flugverkehrs kommt", erklärte ein Sprecher am Montagnachmittag. Mit den Sozial- und Verhandlungspartnern sei vereinbart worden, dass es zu keinen Betriebsstörungen im Umfeld der KV-Gespräche kommen solle.
Der AUA-Vorstand halte sich in mehreren Punkten nicht mehr an die Vereinbarungen vom 17. November 2003, beanstandet der Bord-Betriebsrat. Damals waren nach einer Serie von Streiks unter Vermittlung der Sozialpartner - Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch - gemeinsam "Rahmenvereinbarungen" für einen gemeinsamen KV fixiert worden, die seither als Grundlage der Gespräche dienten. Ende März (30.3.) gab es neuerliche Rahmenvereinbarungen, seither wurde an "Formulierungen" gefeilt. Anstatt eines KV-Abschlusses Anfang Juli wurden am 30. Juli die Gespräche im Streit abgebrochen. Seither drängen beide Seiten auf eine neuerliche Intervention der Sozialpartner.
Personal "ausgequetscht wie Zitronen"
Die Vorwürfe der Belegschaftsvertreter: Der Vorstand wolle "vereinbarungswidrig eine 'Phantom-Lauda-Air' aufbauen", während nach dem Abkommen der Flugbetrieb von AUA und Lauda zusammengeführt werden sollen. Ebenfalls gegen die Vereinbarungen wolle die Geschäftsleitung neue Mitarbeiter in eine neue, firmeninterne Pensionskasse stecken, deren Erträge dann die Firma abschöpfen würde.
Das Personal werde derzeit "ausgequetscht wie Zitronen", wird kritisiert. Der Personalmangel führe zu "extremer Arbeitsbelastung und aberwitzigen Rotationen", es gebe in der Folge zu wenig Urlaubs- und zu wenig Teilzeitpositionen. "Durch Kaputtsparen und schlechtes Management" krache es derzeit auch auf der Station sowie in der Technik. "Wir sollten nicht zulassen, dass unsere Firma von unfähigen Managern zugrunde gerichtet wird", heißt es in dem Aufruf an die Belegschaft.
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