Montag, 9. August 2004

Krankes Österreich? Durchschnittlich bis zu 15 Jahren bezahlte Fehlzeiten!

  • Fast drei Jahre verbringen Arbeitnehmer im Krankenbett

Arbeitslosigkeit, Frühpensionen, Sozialhilfe, Familienersatzzeiten, Unfälle und Krankenstände führen dazu, dass die österreichischen Arbeitnehmer auf 12 bis 15 Jahre bezahlte Fehlzeiten während ihres Erwerbsalters kommen. Das sagte der Sozialexperte Bernd Marin am Montag.

Laut Marin sind die Österreicher durchschnittlich zwei bis drei Jahre arbeitslos, rund sieben Jahre fallen für Frühpensionen an, dazu kämen dann noch Krankenstände von zwei bis drei Jahren. Der Rest der 12 bis 15 Jahre an Fehlzeiten errechne sich aus Langzeitarbeitslosigkeit und Sozialhilfe sowie Familienersatzzeiten.

Wie lange die bezahlte Nicht-Arbeitszeit im Erwerbsalter andauert, hänge stark von der Motivation der Mitarbeiter sowie den Sicherheitsvorkehrungen in den Unternehmen an, so der Sozialexperte. Er wiederholte in diesem Zusammenhang seine Forderung, dass Investitionen in Sicherheit und Gesundheit steuerlich entlastet gehörten, wie das beispielsweise in den Niederlanden der Fall sei. (apa)


9.8.2004 12:23