Tischtennis-Turnier: Bei Gedanken an Olympia bekommt Liu Jia feuchte Hände
- 22-Jährige vor Auftakt-Match noch etwas verkrampft
- Einstieg ins Turnier gleich mit einem Schlüsselspiel
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Die Linzerin Liu Jia sieht für ihr erstes Match beim olympischen Tischtennis-Turnier in Athen eine 50:50-Siegchance. Diese Einschätzung gab die 22-Jährige schon ab, bevor sie ihre Drittrunden-Gegnerin überhaupt kannte, Wu Xue aus der Dominikanischen Republik und die Japanerin Ai Fujinuma schätzte sie aber als gleich stark ein. Ihre Auftakt-Partie wird für "Susi" heute jedenfalls zum Schlüsselspiel.
Denn es geht auf alle Fälle gegen eine Spielerin mit bereits zumindest einem in der Galatsi-Halle absolvierten Match. "Das ist ein großes Risiko für mich, da ich noch nicht eingespielt sein werde. Aber noch bin ich im Kopf locker. Ich muss das nur wie ein normales Turnier sehen, mir von den Medien und der Öffentlichkeit keinen Druck machen lassen", erklärte die Zeitsoldatin. "Wenn ich jedes Spiel wie in Brasilien spiel' (Anm.: Anfang Juli ihr bisher einziger Pro-Tour-Titel), kann eigentlich nichts passieren."
Das ist aber leichter gesagt als getan, denn trotz guter Form spielt Liu diese im Training derzeit nicht wie gewünscht aus. Die Einzigartigkeit und Einmaligkeit Olympias wirkt sehr intensiv auf die Linz-Froschberg-Akteurin. Dazu gilt es für sie, die Eindrücke und die Emotionen der Eröffnungsfeier zu verarbeiten. "Ich habe auch jetzt ganz feuchte Hände", gestand die ÖTTV-Hoffnung, als sie beim Erstrunden-Sieg von Wu gegen die Russin Oksana Fadejewa spionierte und ihrem Auftaktspiel dadurch gedanklich näher kam.
In der Vorbereitung hatte es der heurigen Europa-Top-12-Halbfinalistin nicht an Qualität gefehlt. Zunächst trainierte die Oberösterreicherin einige Wochen bei ihrem Stammklub in China, Anfang August schuftete sie in Obertraun - jeweils vorrangig gegen Männer, um das Fehlen olympischer Trainingspartner zu kompensieren. Es sind Lius zweite Spiele, in Sydney 2000 war die WM-Fünfte 2001 als erst 18-Jährige schon dabei. (apa/red)
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