Bescheidene Ziele: Steinacher und Hagara
wären mit "einer Medaille" zufrieden
- Gedanken an Gold werden keine verschwendet
- Segler erwarten harten Kampf um Podestplätze
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Mit der Plattform des Gold-Bootes von Sydney 2000 und einem ziemlich neuen Segel gehen die Tornado-Olympiasieger Roman Hagara/Hans Peter Steinacher bei den Sommerspielen von Athen auf Medaillenjagd. Die letzten Einstellungen am Boot sind gemacht, am Mittwoch erfolgt die Vermessung, der Wettkampf beginnt am 21. August.
Einen Topfavoriten gibt es nicht, zum Favoritenkreis zählen acht Boote, mit nur einem Streichresultat bei elf Wettfahrten sollte die Spannung bis zuletzt gegeben sein. "Olympiasieger bleiben wir. Ich will in Athen eine neue Medaille gewinnen", gibt Hagara das Ziel vor. Und auch sein Vorschoter Steinacher weiß: "Ich bin zufrieden mit einer Medaille. Man muss sich Ziele setzen und will sie realisieren. Der Kampf um das Podest wird bis Platz acht zurückgehen. Da kannst einen Tag vorne sein, und am nächsten mit nur zwei Punkten Rückstand Fünfter." Die ersten drei Tage sollten eine Vorentscheidung bringen.
Segelrevier liegt den Österreichern
Das Segelrevier liegt den Österreichern. "Laut Prognosen wird es sehr wechselhaft bleiben, das kommt uns eher entgegen, man muss sich schnell einstellen", ist sich Steinacher der eigenen Stärke bewusst. Team Austria bildet mit den Argentiniern Santiago Lange/Carlos Espinola und den Franzosen Oliver Backes/Laurent Voiron eine Trainingsgemeinschaft, der Informationsaustausch fließt.
"Das Training läuft super, wir hatten jeden Tag Wind. Wir wollen bis zur Vermessung alles gecheckt haben, mit der Segelauswahl sind wir durch, wir haben zwei gleichwertige mit und nehmen das neuere", erzählte Steinacher. Die Vermessung sollte nur Formsache sein. "Wir sollten wenig Probleme bekommen. Wir sind lieber auf der sicheren Seite. Wenn was nicht passt, und man dann einen halben Tag braucht, um es zu ändern, das belastet nur den Kopf."
Training mit Olympia-Boot von Sydney
Für Athen verwenden die Olympiasieger die Plattform (Rümpfe) des Bootes von Sydney, Masten und Segel sind freilich neu. Zumal die Tornados seit 2001 mit dem Zusatzsegel (Gennaker) und weiteren Änderungen ohnehin ein neues Gesicht haben.
Mit dem Start der olympischen Segelbewerbe am Samstag gibt es für die Tornados nur noch beschränkte Trainingsmöglichkeiten. "Wir wollen aber auch dann noch jeden Tag einmal rausfahren, Starttrainings machen und beweglich bleiben", erklärte der 35-jährige Steinacher, der "weniger Druck" verspürt als bei seinem Olympiadebüt vor vier Jahren. "Es ist nicht mehr alles Neuland. Die Nervösität ist geringer, aber die Spannung ist natürlich da."
(apa)
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