Affäre Kenteris und Thanou: IOC wird wie geplant gegen die Athleten vorgehen
- Anhörung am Montag vor Disziplinarkommission
- PLUS: Kenteris nie als letzter Fackelläufer vorgesehen
·Kenteris erschien nicht bei IOC-Sitzung
Wegen Dopingvorwürfen vor Kommission geladen
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Das IOC wird wie geplant gegen die unter Dopingverdacht stehenden griechischen Athleten Kostas Kenteris und Ekaterini Thanou vorgehen. Die beiden werden Montag vor einer Disziplinarkommission angehört. Erste Reaktionen auf den Wirbel gibt es von anderen Teams: Die schwedischen Leichtathleten drohen mit einem Boykott, sollten die beiden an den Start gehen.
"Die Kommission wird an das Exekutivkomitee berichten, und das wird dann eine Entscheidung treffen", sagte IOC-Sprecherin Giselle Davies am Samstag in Athen.
Spekulationen, dass das Nationale Olympische Komitee (NOK) Griechenlands die beiden Athleten zuvor zurückziehen könnte, nannte Davies "Gerüchte". Sie wollte auch keine Aussage machen, ob sich Kenteris und Thanou im Gegensatz zu offiziellen griechischen Angaben der Teamleitung zur letzten Vorbereitung nicht in Chicago, sondern in der Nähe von Korinth aufgehalten haben. "Kein Kommentar, abwarten", sagte die IOC-Sprecherin.
Kenteris nie als letzter Fackelläufer vorgesehen
Das Organisationskomitee der Spiele hat am Samstag in Athen versichert, Kenteris sei nie Kandidat auf das Entzünden der Olympischen Flamme gewesen und habe daher auch nicht ersetzt werden müssen. Das war nämlich speziell von griechischen Medien vermutet worden.
Kenteris habe sich zwar auf einer ursprünglichen Liste von zwölf Anwärtern befunden, auf jener der letzten sechs sei er aber nicht aufgeschienen", versicherte ATHOC-Sprecher Michalis Zacharatos. Um Geheimhaltung zu gewährleisten, sei die Liste der letzten sechs Fackelträger sowie Nico Kaklamanakis als Entzünder der Flamme erst am Tag der Eröffnung fest gelegt worden.
(apa/red)
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