Freitag, 13. August 2004

Souveräne Leistung der Wiener Austria: Klarer 3:0-Erfolg in UEFA-Cup-Qualifikation

  • Vastic schießt Mariupol mit zwei Treffern nach Hause
  • Österreich damit mit drei Klubs in der UEFA-Hauptrunde

Die Wiener Austria hat am Donnerstag mit einem 3:0-Sieg den Sprung in die Hauptrunde des Fußball-UEFA-Cups geschafft. Der ÖFB-Vizemeister nahm die ukrainische Hürde Illischowez Mariupol mit einem klaren Heimerfolg, das Hinspiel hatte 0:0 geendet. Nach mühevollem Beginn kam die Austria-Tormaschinerie vor 5.800 Zuschauern neuerlich ordentlich auf Touren, Treffer von Sionko (31.) und Vastic (59./Elfmeter, 61.) sorgten gegen den Neunten der ukrainischen Meisterschaft für klare Verhältnisse.

Kronsteiner vertraute mit einer Ausnahme (Afolabi statt Troyansky) auf die 9:0-Sieger von Bregenz, Vastic, Sionko und Co. wurde jedoch schnell klar, dass die Gäste aus dem Osten mit der "Schießbude" aus dem Westen nicht viel gemeinsam haben. Mariupol stand defensiv geschickt, kombinierte phasenweise auch flüssig nach vorne und ließ so die "Veilchen" kaum zur Entfaltung kommen. Es schien sich das befürchtete Geduldspiel zu entwickeln, bei dem die Wiener Probleme im Spielaufbau hatten.

Mit höchster Effizienz bei der Chancenauswertung, die beim Hinspiel vor 14 Tagen überhaupt nicht gestimmt hatte, wurde die "harte Nuss" aber nach rund einer halben Stunde geknackt, wie aus heiterem Himmel fiel das 1:0. Der engagierte Kapitän Dospel flankte von rechts zur Mitte, Rushfeldt verlängerte sehenswert mit dem Kopf und Sionko vollendete aus kurzer Distanz per Hechtkopfball ins linke Eck (31.). Für den tschechischen Neuzugang war es das erste Pflichtspieltor im violetten Trikot.

Der Austria und ihren Fans, die auf Grund der UEFA-Richtlinien nur auf den seitlichen Tribünen Süd und Nord Platz nehmen durften, war die Erleichterung anzusehen. In der 40. Minute wäre die Führung aber beinahe wieder dahin gewesen, doch nach Elfmeter-reifer Attacke von Vachousek an Jesin ließ Schiedsrichter Hansson weiterlaufen (40.).

Auf der anderen Seite sah der Referee zum Glück für die Austria genauer hin. Nach Corner von Sionko verlängerte Vastic den Ball elegant mit der Ferse Richtung Tor, Libero Jaksmanitski fuhr die Hand aus und Hansson entschied auf Elfmeter. Der zurzeit groß aufspielende Vastic trat an und verwertete sicher halbhoch ins linke Eck. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wurden die konditionellen Mängel von Mariupol offensichtlich und so setzten die Hausherren nach.

Nur zwei Minuten nach dem 2:0 wanderte der Ball blitzschnell über die Stationen Kiesenebner-Vastic-Vachousek-Vastic und letzterer schloss aus rund elf Metern souverän ab. Vier Tage nach dem Kantersieg in Bregenz trat Vastic, im Ländle noch der große Einfädler, nun also als Vollstrecker in Erscheinung. Das 4:0 hatte Kiesenebner auf dem Fuß, der Teamspieler traf mit einem herrlichen Weitschuss aber nur die Latte (73.). In der 82. Minute machte der gefeierte "Ivo" Vastic dann für den erst 18-jährigen Debütanten Saurer Platz.

In der Europacup-Bilanz Österreich - Ukraine verkürzte die Austria damit für den ÖFB auf 3:7, die Wiener komplettierten den "Hattrick", denn die vergangenen drei Duelle gingen allesamt an Rot-Weiß-Rot. Austrias Bilanz gegen Ukrainer steht damit 2:2, zwei Outs gegen Dynamo Kiew (Meistercup 69/70 und 81/82) stehen Erfolge gegen Schachtjor Donezk (UEFA-Cup 02/03) und Mariupol gegenüber.

Austria - Mariupol 3:0

Tore:
1:0 (31.) Sionko (Kopf)
2:0 (59.) Vastic (Elfmeter)
3:0 (61.) Vastic

Austria: Didulica - Dospel, Afolabi, Papac, Dheedene - Sionko (74.
Janocko), Kiesenebner, Blanchard, Vachousek - Rushfeldt (69.
Gilewicz), Vastic (82. Saurer)

Mariupol: Nikitin - Jaksmanitski - Krasnopjorow, Bojko, Malzew -
Jesin, Tsikmejstruk, Platonow (75. Gaj), Schischitschenko (85.
Hibaluk) - Kriwoschejenko (67. Zubow), Zakarljuka

Gelbe Karten: Kiesenebner bzw. Tsikmejstruk, Zakarljuka

Die besten Spieler: Didulica, Dospel, Sionko, Vastic, Vachousek bzw. Jesin, Tsikmejstruk

(apa/red)

13.8.2004 11:39