Nach Westenthaler-Abgang: Burgenländer Georg Pangl neuer Bundesliga-Vorstand
- 'Das ist interessante Aufgabe & große Herausforderung'
- Herovits und Zlabinger zu Stellvertretern ernannt
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Der neue Vorstand der österreichischen Fußball-Bundesliga heißt zukünftig Georg Pangl. Der 39-Jährige, der zuletzt in führender UEFA-Position tätig gewesen war, tritt ab 1. September die Nachfolge von Peter Westenthaler und Thomas Kornhoff an. Die Bestellung war notwendig geworden, nachdem Westenthaler um eine vorzeitige Auflösung seines Vertrages gebeten hat.
Der Bundesliga-Aufsichtsrat nominierte am Dienstag in Oberwaltersdorf zudem Mag. Reinhard Herovits (bisher für die Lizenzierung zuständig) und Thomas Zlabinger (Spielbetrieb) als Stellvertreter von Pangl. Diese beiden sind vorläufig auch interimistisch mit der Leitung der Geschäfte beauftragt.
In der Vorwoche hatte Peter Westenthaler (Marketing), einer der bisherigen Vorstände, in einem Brief an die fünf Aufsichtsratsmitglieder (Frank Stronach, Martin Pucher, Rudolf Edlinger, Gerhard Hirschmann, Peter Vogl) seinen Rücktritt angekündigt. Am Dienstag wurde auch das Demissions-Ansuchen des zweiten Vorstandes Thomas Kornhoff (Spielbetrieb) angenommen, womit der Weg für Pangl frei war.
Der Burgenländer bricht nun schön langsam seine Zelte in der Schweiz ab und übersiedelt wieder nach Österreich. "Das ist für mich eine interessante Aufgabe und große Herausforderung. Ich habe bei der UEFA viel dazu gelernt und werde versuchen, meine Auslandserfahrungen dem österreichischen Fußball zur Verfügung zu stellen", lautete die erste Stellungnahme des neuen starken Mannes der Bundesliga.
Im September wird sich Pangl noch jeweils zwei bis drei Tage in Österreich und der Schweiz aufhalten, ehe er sich mit Volldampf auf seine neue Aufgabe stürzt. "Jetzt muss ich einmal eine Bestandsaufnahme machen, mich mit allen Gremien beraten", wollte er noch keine konkreten Vorhaben für die Zukunft nennen. "Wichtig ist zunächst, alle Fehlentwicklungen zu analysieren und zu versuchen, die Bundesliga zu einer perfekten Service-Einrichtung für Klubs, Fans, Sponsoren - einfach für alle, die mit Fußball zu tun haben - zu machen", kündigte er an.
Sein neuer Job sei für ihn relativ überraschend gekommen. "Vor ein paar Monaten habe ich noch überhaupt nicht daran gedacht, dass ich mich beruflich verändere."
Der Jung-Ehemann (heiratete im Juli) sammelte bereits seit 1986 Erfahrung im Funktionärswesen, als er vom ÖFB als Nachwuchssekretär geholt wurde. 1999 übernahm er als "ÖFB-Teammanager" die Bereiche Ticketing und Sicherheit für die Nationalmannschaft. Nebenbei erwarb er sich seit 1996 Reputation als UEFA-Venue-Director, so unter anderem bei einigen Champions-League-Partien und bei der EURO 2000 in Eindhoven.
Bei der EURO 2004 war der Burgenländer in Porto und Guimaraes bereits hauptamtlich als Venue-Manager im Marketing-Bereich für die UEFA tätig, nachdem er im November 2002 als "Event-Manager Club-Competitions" zum europäischen Verband gewechselt war und damit als erster Österreicher hauptamtlich eine leitende UEFA-Position bekleidete. In dieser Eigenschaft war er unter anderem für den reibungslosen Ablauf der Champions-League-Finali in Manchester (2003) und Gelsenkirchen (2004) verantwortlich.
Georg Pangl (39)
Geboren: 23. Juni 1965 in Wien
Aufgewachsen in Stotzing (Burgenland)
Familienstand: seit einem Monat mit Gattin Sabine verheiratet
Berufliche Laufbahn
(apa/red)
