Montag, 9. August 2004

Nicht ein gewonnener Punkt, sondern zwei
verlorene: "Kantersieg wäre drin gewesen"

  • Wacker-Goalgetter Mair bedauert Remis vs Bregenz
  • Schlechte Chancen-Auswertung verhinderte Sieg

Die stolze Heimserie des FC Wacker Tirol, der im Innsbrucker Tivoli-Stadion nun schon 17 Spiele ungeschlagen (14 Siege und drei Remis) ist, hielt zwar auch am Sonntag zum Abschluss der vierten Runde in der T-Mobile-Fußball-Bundesliga. Mit dem 1:1 im kleinen West-Derby gegen das bisher punktlose Schlusslicht Casino SW Bregenz waren aber nur die Gäste zufrieden.

Die Hausherren ärgerten sich letztlich über ihre schlechte Chancen-Auswertung und ihre mangelnde Professionalität.

Dass es für die Hausherren nur zu einem Zähler reichte, lag aber auch an dem frühen Ausschluss von Verjans in der 20. Minute. Der Bregenz-Legionär hatte nach einer gelben Karten derart heftig protestiert, wodurch ihn Schiedsrichter Hofmann gleich vom Feld stellte. "Das war Gift für uns", sagte Wacker-Trainer Helmut Kraft. "Bregenz war ab diesem Zeitpunkt noch viel defensiver." Für sein Gegenüber Regi van Acker war es ebenfalls schlecht "Bleiben wir komplett, dann gewinnen wir. Weil wir taktisch die bessere Mannschaft waren."

Nur ein Tor trotz Sturmlauf
So bestürmte Wacker nach dem 0:1 durch Schepens (41.) das Bregenz-Tor, hatte eine Vielzahl von Chancen, kam aber durch Mair (59.) nur zum Ausgleich. Bis zum Abpfiff hofften die Tiroler, doch als Koejoe in der Schlussminute am leeren Tor vorbei köpfelte, war das Remis perfekt. Und Mair resümierte: "Hätten wir nur die Hälfte der Chancen reingetan, es wäre ein Kantersieg geworden."

Der enttäuschte Kraft, der von zwei verlorenen Punkten sprach ("wir sind noch nicht clever genug"), musste sich nach dem Spiel von seinem Obmann Gerhard Stocker mit Sarkasmus trösten lassen. Stocker: "Im Vorjahr hatten wir nach vier Runden auch fünf Punkte, und dann..." Dann wurde Wacker souveräner Meister der Red-Zac-Liga. Nur: Jetzt spielt Wacker in einer anderen Liga.

Bregenz zufrieden
Van Acker war trotz des achten Liga-Spiels ohne Sieg sichtlich zufrieden: "Denn wichtig ist, dass die Null in der Tabelle weg ist. Die Abwehr mit Bolter und Geiger wird mit jedem Mal sattelfester. Es geht aufwärts." Die Vorarlberger sind in der Fremde seit 14 Partien ohne Drei-Punkter. Diesen hat es zuletzt am 27. September 2003 (1:0 in Salzburg) gegeben.
(apa/red)

9.8.2004 14:06