Sonntag, 15. August 2004

Nach Horror-Crash in Indy: Comeback von Ralf Schumacher ist wieder geplatzt!

  • Versicherung gibt keine Freigabe für Tests in Monza
  • Erster Grand Prix erst am 26. September in China

Das Formel 1-Comeback von Ralf Schumacher muss erneut verschoben werden. Der am 20. Juni beim Grand Prix der USA in Indianapolis schwer verunglückte Williams-Pilot erhält von der Versicherung keine Freigabe für die in dieser Woche geplanten Tests in Monza. Den Drei-Tages-Test machte sein Teamchef Frank Williams zur Bedingung für Schumachers Start in der nächsten Woche beim Grand Prix von Italien.

Aus medizinischer Sicht könnte der 29-Jährige wieder fahren. Die Brüche der zwei Brustwirbel sind verheilt, die Gehirnerschütterung ist abgeklungen. Doch die Versicherung, die das Gehalt des Fahrers bei Williams übernimmt, geht streng nach den Statuten vor.

Für den Heilungsprozess der Wirbelsäule sind mindestens zwölf Wochen Pause Vorschrift. Schumacher befindet sich aber erst in der elften Woche nach seinem Unfall. Der gelähmte Frank Williams will kein Risiko eingehen: "Ich lasse Ralf erst ins Auto, wenn mir die Ärzte und die Versicherung eine Unbedenklichkeitserklärung ausstellen. Ich will nicht, dass Ralf bei einem weiteren Unfall in einem meiner Autos so wie ich im Rollstuhl landet."

Williams hat auch noch aus anderem Grund ein Interesse daran, dass der Rekonvaleszent so spät wie möglich wieder ins Auto zurückkehrt. Bei jedem Rennen, das Schumacher nicht fährt, übernimmt die Versicherung das Gehalt. Das sind pro Grand Prix geschätzte 700.000 Dollar.

Schumachers Cockpit wird nun wie schon bei den jüngsten drei Einsätzen der Brasilianer Antonio Pizzonia übernehmen. Die nächste Gelegenheit für eine Rückkehr des Deutschen ergibt sich nach dem Grand Prix von Italien. Dann testet Williams drei Tage in Silverstone. Bei einem erfolgreichen Test könnte Schumacher beim Grand Prix von China am 26. September sein Comeback geben.(apa/red)

15.8.2004 13:55
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