Nun ist es amtlich: Zinedine Zidane gab Rücktritt aus Nationalteam bekannt
- Größte Erfolge: 1998 Welt- und 2000 Europameister
- Nun volle Konzentration auf Real Madrid
Frankreichs Fußball-Superstar Zinedine Zidane erklärte zehn Jahre nach seinem Länderspiel-Debüt offiziell seinen nicht mehr ganz überraschenden Rücktritt aus der Nationalmannschaft. "Es ist schwierig, sich zu sagen, dass man damit aufhört. Aber an einem bestimmten Punkt muss man es tun können", teilte der 32-Jährige auf seiner Homepage (http://www.zidane.fr) mit.
Dies sei kein spontaner Schritt: "Ich habe mich bereits seit einiger Zeit damit beschäftigt, schon vor der Europameisterschaft." Künftig will er sich ganz auf seinen Arbeitgeber Real Madrid konzentrieren. Bei den "Königlichen" steht er noch bis 2007 unter Vertrag.
Frankreichs neuer Teamchef Raymond Domenech steht damit vor einem radikalen Umbruch. Denn vor Zidane hatten u.a. schon Bixente Lizarazu, Marcel Desailly und Lilian Thuram ihren Abschied von der "Equipe Tricolore" verkündet. Mit dem Titelgewinn bei der WM 1998 im eigenen Land sowie der siegreichen EM zwei Jahre später in Belgien und den Niederlanden markierte das Quartett die erfolgreichste Epoche des französischen Fußball. Zidane sicherte sich seinen Platz in der Sportgeschichte als zweifacher Torschütze beim 3:0-Sieg gegen Brasilien im WM-Finale.
Allerdings folgten dem Höhenflug zwei Tiefpunkte, als der Titelverteidiger bei der WM 2002 bereits in der Vorrunde (die Verletzung von "Zizou" war dabei einer der Hauptgründe) und bei der EM in Portugal im Viertelfinale strauchelte. Das 0:1 gegen den späteren Europameister Griechenland war Zidanes 93. und letzter Auftritt im Trikot der "Blauen", in dem er 26 Tore erzielte.
"Ich bedaure den Schritt. Ich hätte ihn gern zum Weitermachen bewegt, aber er war der Ansicht, dass er seinen Platz für Jüngere räumen muss", erklärte Domenech. Der Nachfolger von Jacques Santini berief für das Testspiel am Mittwoch gegen Bosnien-Herzegowina gleich sechs Neulinge in sein Aufgebot. In der WM-Qualifikation startet Frankreich am 4. September gegen Israel. Weitere Kontrahenten sind Irland, Schweiz, Zypern und die Färöer.
Zinedine Zidane (32)
Jahres 2002
(apa)
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