Grausames Massaker in Flüchtlingslager in Burundi: 180 Menschen werden getötet!
- Viele Menschen verbrannt: Familien, Frauen und Männer
- Burundesische Rebellen überraschen Opfer im Schlaf
Bei einem brutalen Überfall auf ein Flüchtlingslager der Vereinten Nationen in Burundi sind nach Regierungsangaben mindestens 150 Menschen getötet worden. Weitere 30 Menschen starben im Krankenhaus, wie die Sprecherin der UNO-Mission in Burundi, Isabelle Abric, bestätigte. Mindestens 70 weitere Verletzte würden noch im Krankenhaus behandelt.
Die Angreifer hätten das Lager nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo am Freitagabend in Brand gesteckt, teilten die örtlichen Behörden mit. Sie hätten ihre Opfer erschossen oder auf sie eingehackt.
In dem Lager lebten Banyamulenge-Tutsi, die aus der kongolesischen Unruheprovinz Süd-Kivu geflohen waren. Die burundesische Rebellengruppe "Nationale Befreiungskräfte" (FNL) soll sich zu der Tat bekannt haben. Die UNO untersuche jedoch, ob der Angriff von Kämpfern eines kongolesischen Stammes unterstützt wurden, sagte Sprecherin Elisabeth Nabaa. Auch eine Beteiligung ruandischer Rebellen, die im Ostkongo operierten, werde geprüft. Der UNO-Sondergesandte in Burundi, Noureldine Satti, sprach von einer unfassbaren Barbarei. Das überfallene Lager in Gatumba lag nur 20 Kilometer von der kongolesischen Grenzstadt Uvira entfernt.
UNO-Vertreter aus dem Kongo und Burundi hätten das Lager besucht, sagte Nabaa. "Es ist ein furchtbarer Anblick. Viele Menschen sind verbrannt, Familien, Kinder, Frauen und Männer", berichtete die UNO-Sprecherin in einem Telefongespräch aus der kongolesischen Stadt Bukavu. Die Opfer seien offenbar im Schlaf überrascht worden. Der Überfall sei offenbar sorgfältig vorbereitet worden, die Angreifer seien schwer bewaffnet gewesen.
Der brutale Angriff auf ein burundesisches Flüchtlingslager ist nach den Worten von Präsident Domitien Ndayizeye von Tätern verübt worden, "die aus der Demokratischen Republik Kongo kamen". "Sie haben unser Land angegriffen und unsere Grenze verletzt, um kongolesische Zivilisten zu massakrieren, die um Asyl gebeten hatten", sagte der Staatschef bei einem Besuch in dem Lager im Dorf Gatumba.
AU verurteilt Massaker in burundesischem Flüchtlingslager
Die Afrikanische Union (AU) hat das Massaker in einem Flüchtlingslager in Burundi verurteilt. Durch die "barbarische" Tat seien unschuldige Menschen getötet worden, erklärte die AU am Samstag an ihrem Sitz im äthiopischen Addis Abeba. Die Union werde alles tun, um die Täter vor Gericht zu bringen.
Der Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Joseph Kabila, forderte eine internationalen Untersuchung, um die Verantwortlichen für die Tat zu finden. Das sagte sein Sprecher Kudura Kasongo der Nachrichtenagentur AFP. (apa/red)
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