Anschläge in Nordspanien: Bomben in Santander und Gijon explodiert!
- Zwei Personen wurden verletzt. Steckt die ETA dahinter?
- Bereits am Wochenende Anschlag in der Region
Bei Bombenexplosionen in den von Urlaubern bevölkerten Städten Santander und Gijon an der nordspanischen Küste sind am Donnerstag zwei Menschen verletzt worden. Zuvor war lediglich von einem Leichtverletzten die Rede gewesen.
Die Regionalregierung der Provinz Kantabrien beschuldigte die baskische Separatistenorganisation ETA, mit den Anschlägen die Tourismusindustrie des Landes schädigen zu wollen. Vor den Explosionen habe ein Unbekannter im Namen der ETA bei der baskischen Zeitung "Gara" angerufen und vor zwei Bomben gewarnt, teilte die Polizei mit. In Medienberichten hieß es dagegen, der Anrufer habe die ETA nicht erwähnt.
Die erste Bombe explodierte in einer belebten Straße Santanders nahe dem historischen Firmenzentrum von Spaniens größter Bank Santander Central Hispano (SCH). Die Detonation richtete nur geringe Schäden an, doch wurde ein Passant nach Behördenangaben am Bein verletzt. Zehn Minuten später ging in der rund 130 Kilometer westlich gelegenen Stadt Gijon ein zweiter Sprengsatz in der Nähe einiger Restaurants und Cafes hoch. Hier sei ein 78 Jahre alter Mann mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es. "Die ETA will einmal mehr unser Leben stören, und einmal mehr ist es ihr gelungen", sagte der Chef der Regionalregierung, Miguel Angel Revilla.
Santander ist die Hauptstadt Kantabriens. Die Hafenstadt ist vor allem bei britischen Touristen beliebt, weil sie über eine direkte Fährverbindung nach Plymouth verfügt. Sie war bereits mehrfach Ziel von Anschlägen der ETA. In der ebenfalls zu Kantabrien gehörenden Stadt San Vicente de la Barquera war erst am Samstag eine offenbar von baskischen Separatisten gelegte Bombe explodiert. Dabei kam niemand zu Schaden. Die am Donnerstag in Santander explodierte Bombe hatte offiziellen Angaben zufolge die selbe Bauart wie die von San Vicente. Wie die Tageszeitung "El Pais" in ihrer Internet-Ausgabe berichtete, war sie in einer Tasche deponiert.
Nach der Explosion suchte die Polizei die Altstadt Santanders nach weiteren Sprengsätzen ab. "Das gesamte Zentrum ist abgesperrt", sagte ein Sprecher der Regionalverwaltung. "Wir sind mitten in der Hochsaison. Ein Ereignis wie dieses hilft dem Tourismus nicht", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Einige Stunden nach der Explosion räumte die Polizei den Busbahnhof der Stadt. Ein Sprecher wollte sich zu den Gründen zunächst nicht äußern.
(apa/red)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
