Nach den Anschlägen von Istanbul: Türkische Polizei verhaftet acht Personen
- Verdächtige sollen in Kontakt mit kurdischen Extremisten stehen. Indizien dürften gegen Al-Kaida-Tat sprechen
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Einen Tag nach den Bombenanschlägen in Istanbul hat die türkische Polizei acht Tatverdächtige verhaftet. Die Festgenommenen sollen in Kontakt mit kurdischen Extremisten stehen, verlautete aus Polizeikreisen in Istanbul. Noch sei es zu früh, um zu beurteilen, ob Anklage gegen sie erhoben werde. Ein ranghoher türkischer Polizist, der anonym bleiben wollte, sagte, es gebe keine Informationen über etwaige Verbindungen zu Terrornetzwerk Al Kaida.
Der verwendete Sprengstoff ähnele dem Material, das bei einer Autobombe in der östlichen Provinz Van im Juli verwendet worden sei, hieß es weiter. Dabei waren drei Menschen getötet und zwei Dutzend verletzt worden. Hinter dem Anschlag wurden kurdische Extremisten vermutet, diese hatten die Tat aber bestritten.
Die Zeitung "Sabah" berichtete am Mittwoch unter Berufung auf ungenannte Polizeikreise, der Zünder sei der gleiche wie das Fabrikat, das bei einem Anschlag auf den Gouverneur der Provinz Tunceli im vorigen Jahr verwendet worden sei. In dieser Woche wurden im Zusammenhang mit dem damaligen Attentatsversuch vier militante Kurden festgenommen.
Bei der Anschlagsserie auf Hotels und eine Gasabfüllanlage wurden am Dienstag zwei Menschen getötet und elf verletzt. Die bisher unbekannte kurdische Gruppierung Organisation der kurdischen Freiheitsfalken bekannte sich zu den Anschlägen. Zuvor hatten sich im Internet die islamistischen Abu-Hafs-al-Masri-Brigaden der Taten bezichtigt, Experten bezweifelten allerdings die Glaubwürdigkeit der Gruppe.
Die Nachfolgeorganisation der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, KONGRA-GEL, hatte am 1. Juni einen einseitig erklärten Waffenstillstand aufgehoben und mit Anschlägen auf die türkische Tourismusindustrie gedroht.
(apa/red)
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