Neue Atom-Panne an der Grenze:
AKW Temelin meldete weiteren Störfall
- Turbine im ersten Block vorübergehend abgeschaltet
- Pröll-Sprecher: Informations-Hotline funktionierte
Das südböhmische Atomkraftwerk Temelin hat ameinen weiteren technischen Störfall gemeldet, der inzwischen behoben wurde: Die Turbine des ersten Blocks wurde um 6.09 Uhr vom Limitationssystem automatisch abgeschaltet, nachdem das Generator-Schutzsystem ein falsches Signal betreffend die Lufttemperatur erhalten hatte, erklärte Temelin-Sprecher Milan Nebesar. Der Sprecher von Umweltminister Josef Pröll, Daniel Kapp, teilte mit, die Informations-Hotline Wien-Prag habe funktioniert; das Ministerium wurde über den Störfall umgehend informiert.
Wien wurde benachrichtigt, dass es in den frühen Morgenstunden im nicht-nuklearen Bereich, konkret einer Turbine, zu einer Betriebsunterbrechung gekommen ist. Die Ursachen der Störung seien inzwischen behoben worden und der Betrieb des Block 1 sei wieder aufgenommen worden, wurde nach Angaben Kapps dem Umweltministerium in Wien von der tschechischen Seite mitgeteilt.
Temelin-Sprecher Nebesar sagte zu dem Störfall, die Leistung des Reaktors sei vorübergehend auf 38 Prozent gesenkt worden. Nach der Klärung der Ursache des Problems wurde die Turbine um 11.10 Uhr wieder ans Netz angeschlossen und die Stromlieferung wieder aufgenommen. Um 11.30 Uhr sei die Reaktorleistung schon bei 56 Prozent gelegen. Was den zweiten Energieblock angeht, laufe dieser weiterhin mit voller Leistung und liefere mehr als 1.000 Megawatt ans Netz. (apa/red)
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