Barroso wird "eher früher als später" mit EU-Postenpoker fertig sein
- Aufteilung der Ressorts bis 19. oder 20. August
- PLUS: Ferrero steht heikles Hearing in Brüssel bevor
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Der künftige EU-Kommissionschef Jose Manuel Durao Barroso arbeitet weiter mit voller Kraft an der Zusammenstellung seinen neuen Kabinetts. Die Aufteilung der Zuständigkeiten in der Kommission werde "eher früher als später" abgeschlossen sein, verlautete am Dienstag aus dem Umfeld Barrosos in Brüssel. Wahrscheinlich sei der 19. oder 20. August, hieß es. Ein noch früherer Termin wird aber ausgeschlossen.
Zuvor hatte es stets geheißen, Barroso wolle frühestens am 19. August seine Arbeit beenden, er könnte damit aber auch bis zum 27. August befasst sein. Seine Gespräche mit den künftigen EU-Kommissaren hat der neue Chef der EU-Behörde noch nicht beendet. Barroso habe noch nicht mit allen Kommissaren gesprochen, hieß es. In diesen Tagen würden in Brüssel aber weitere Gespräche stattfinden. Welche Kommissare darunter sind, ist nicht bekannt.
Nach Medienberichten will Barroso seine 24 Kommissionskollegen erst kurz vor Bekanntgabe in der Öffentlichkeit über ihre künftigen Ämter informieren. Mit diesem Vorgehen will er Interventionen von unzufriedenen Regierungschefs verhindern und klar machen, dass die Entscheidung bei ihm liegt.
Die designierte österreichische EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner (V) hat Barroso als eine der ersten 24 Kandidaten in der vorvergangenen Woche einen diskreten Besuch in Lissabon abgestattet. Nach wie vor unklar ist das Portefeuille, welches Ferrero-Waldner übernehmen wird. Sie ist als Kommissarin für Entwicklungshilfe ebenso im Gespräch wie für eine Zuständigkeit im Bereich der EU-Außenbeziehungen, wie die europäische Nachbarschaftspolitik, die Balkan-Region, oder als Kommissarin für Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit. (apa/red)
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