Neuerlicher Bombenanschlag im Irak: Kein Ende der Kämpfe in Najaf!
- Verteidigungsminister wirft Iran Unterstützung des Aufstands vor - 7 Tote bei Anschlag auf Vizegouverneur
·Wieder Anschlag im Irak: Sieben Tote!
Polizisten unter den Opfern, auch Lokalpolitiker
In der irakischen Schiitenstadt Najaf dauern die schweren Kämpfe zwischen Milizionären der "Mahdi-Armee" auf der einen und irakischen bzw. US-Soldaten auf der anderen Seite den fünften Tag an. Der radikale schiitische Geistliche Muktada al Sadr will den Aufstand gegen die US-Truppen fortsetzen.
"Der Widerstand wird von Tag zu Tag stärker werden", sagte Sadr am Montag in Najaf bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe in der vergangenen Woche. Die US-Armee schätzt die Zahl der Getöteten seit Beginn der Kämpfe am Donnerstag auf mehr als 360, die "Mahdi-Armee" spricht von 15 Toten. Nahe der Stadt Bakuba kamen bei einem Anschlag auf einen Vizegouverneur mindestens sieben Polizisten ums Leben.
Der irakische Verteidigungsminister Shaalan warf am Montag dem Iran vor, die schiitischen Aufständischen zu unterstützen. Bei einigen von ihnen seien im Iran hergestellte Waffen gefunden worden, sagte Shaalan dem arabischen Fernsehsender Al Arabiya. Er bezeichnete den Iran als "ersten Feind" des Irak. Auch die Geiselnehmer eines iranischen Diplomaten hatten Teheran laut einem Bericht von Al Arabiya vom Sonntag davor gewarnt, sich in irakische Angelegenheiten einzumischen.
Dem irakischen Politiker Ahmed Chalabi und seinem Neffen Salem droht bei einer Rückkehr in ihre Heimat die sofortige Verhaftung. "Sie werden festgenommen und vor ein Gericht gestellt, sobald sie zurückkehren", sagte der zuständige irakische Richter am Montag. Die irakische Justiz verdächtigt den schiitischen Chef des "Irakischen Nationalkongresses" (INC) früheren Pentagon-Schützling Ahmed Chalabi, Falschgeld in Umlauf gebracht zu haben. Sein Neffe, der Vorsitzender des irakischen Sondertribunals gegen Ex-Präsident Saddam Hussein ist, soll in die Ermordung eines hochrangigen Mitarbeiters des irakischen Finanzministeriums verwickelt sein. (apa)
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