Unfall in japanischen Atomkraftwerk: Vier Arbeiter getötet, mehrere Verletzte!
- Dampf ausgetreten - keine Radioaktivität in Atmosphäre ausgetreten - Reaktor automatisch heruntergefahren
Bei einem Unfall in einem japanischen Atomkraftwerk sind nach Polizeiangaben am Montag vier Menschen ums Leben gekommen. Zuvor hatten Behörden von elf Verletzten beim Austritt von Dampf im Mihama-Reaktor in der westjapanischen Präfektur Fukui gesprochen. Radioaktivität sei aus dem Gebäude nicht ausgetreten, teilten sie mit.
Die vier Arbeiter seien ihren schweren Verbrennungen erlegen, berichteten die Nachrichten-Agentur Kyodo und der japanische Fernsehsender NHK. Dem Betreiber zufolge wurde die Anlage automatisch abgeschaltet. Fehlendes Kühlwasser habe den Unfall ausgelöst. Der ausgetretene Dampf war laut Kyodo 270 Grad Celsius heiß. Behörden betonten, aus dem Leck trete keine Radioaktivität aus.
Der Zwischenfall ist der schwerste in Japan seit fünf Jahren. 1999 wurden in der Anlage Tokaimura nordöstlich von Tokio zwei Arbeiter getötet, hunderte weitere Menschen waren betroffen, als Strahlung aus einem Leck austrat. Japan bezieht rund ein Drittel seiner Elektrizität aus Atomkraftwerken.
Aus den ersten Agenturmeldungen zum Kernkraftwerkszwischenfall in Japan gehe hervor, dass sich der Zwischenfall im nicht-nuklearen Turbinengebäude des Kraftwerks ereignet hat. Von den Betreibern sei angegeben worden, dass keine Radioaktivität in die Umwelt ausgetreten ist. Unter diesen Voraussetzungen sei durch diesen Zwischenfall keine Gefährdung der österreichischen Bevölkerung gegeben, teilt das Umweltministerium in Wien mit. (apa)
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