Bei Hitze fünf Stunden im Auto: Junger Hund auf Salzburger Parkplatz verdurstet
- Deutsche Urlauberfamilie ließ sechs Monate alten Münsterländer im Pkw zurück - Anzeige wegen Tierquälerei
Qualvoll starb gestern, Freitag, ein erst sechs Monate alter Jagdhund in einem geparkten Auto mitten in der Stadt Salzburg. Während die deutsche Urlauberfamilie im Museum "Haus der Natur" weilte, musste der kleine Münsterländer fünf Stunden lang im Pkw bei nahezu geschlossenen Fenstern ohne Trinkwasser warten und ist dabei verdurstet. Der 38-jährige Familienvater und Lenker des Fahrzeuges wird nach Angaben der Salzburger Polizei wegen Tierquälerei angezeigt.
"Es ist unbegreiflich, wie Menschen so etwas tun können", sagte ein Journalbeamtin der Salzburger Polizeidirektion. Ihr Kollege, ein Polizeihundeführer, wollte den Hund retten und schlug gegen 15.00 Uhr eine Seitenscheibe des Wagens ein, der seit 11.30 Uhr auf dem Conti-Parkplatz in der Petersbrunnstraße stand. Doch der Münsterländer lag am Boden des Innenraumes, in dem sich die Hitze aufgestaut hatte, und atmete nicht mehr.
Erst gegen 16.30 Uhr kehrte die Familie zu ihrem Auto zurück. Sie hätten nicht ahnen können, dass das Wetter doch noch schöner werde. Beim Parken des Wagens habe es ja noch geregnet, rechtfertigten sich die Touristen vor der Polizei. Der Lenker des Fahrzeuges muss wegen Tierquälerei mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr rechnen.(apa/red)
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