Diözese St. Pölten: Visitator Küng könnte Bischof Kurt Krenn ablösen!
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Anonym verschickte Fotos lösten Skandal aus
Der St. Pöltner Diözesanbischof Kurt Krenn könnte vom Päpstlichen Visitator Klaus Küng abgelöst werden. Medienberichten zufolge sei die zuständige vatikanische Kongregation fest entschlossen, die Untersuchung der Vorgänge in der Diözese St. Pölten rasch zu einem Ende zu führen und auch personelle Konsequenzen zu ziehen.
Noch im August soll der vom Papst entsandte Visitator Küng erneut nach Rom beordert werden, um über die (End-)Ergebnisse zu berichten. Und rascher als bisher vermutet wird der Vatikan auch über das Schicksal von Bischof Krenn entscheiden. Hinweise und Indizien aus St. Pölten und der Heimat-Diözese Küngs, Feldkirch, erfahren nach "Presse"-Recherchen ihre Bestätigung: Im Vatikan erwägt die Bischofskongregation unter Kardinal Giovanni Battista Re, nicht nur Krenn notfalls abzusetzen. Sie hat auch bereits einen potenziellen Nachfolger: Klaus Küng. Der Vorarlberger habe derzeit die größten Chancen, nach St. Pölten zu übersiedeln, heißt es.
Rom will nicht die langwierige Prozedur durch mehrere Kongregationen abwarten, die zur Prüfung von Kandidaten erforderlich ist, die noch nicht zum Bischof geweiht sind. Papst Johannes Paul II. kann Küng jederzeit nach St. Pölten versetzen. Die Diözese wäre so mit einem Schlag aus den für die Kirche höchst unangenehmen Schlagzeilen um homosexuelle Beziehungen und Kinderpornos im erst am Donnerstag geschlossenen Priesterseminar.
Küng müsste sich auch nicht erst in die krisengeschüttelte Diözese einarbeiten, da er durch die Visitation bereits tiefe Einblicke gewinnen konnte. Krenn könnte als "Trost" zum Titular-Erzbischof ernannt werden - also einer real nicht mehr existierenden Diözese. Die Vorarlberger hätten mit einer Übersiedlung ihres Bischofs keine Freude: Als Küng 2002 als neuer Innsbrucker Bischof gehandelt wurde, sprach sich ein Großteil für einen Verbleib des Bischofs in Feldkirch aus. (apa)
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