Österreichischer Nationalcircus erneut insolvent - Konkursverfahren eröffnet!
- Louis Knie erklärt sich bereit Zirkus zu übernehmen
Der Österreichische Nationalcircus ist erneut in argen finanziellen Nöten. Das Konkursverfahren ist bereits eröffnet, ein Masseverwalter bestellt. Inzwischen hat sich Louis Knie bereit erklärt, den Zirkus zu übernehmen. Der Österreichische Tierschutzverein wiederum wollte die Tiere erwerben, um ihnen ein "tierwürdiges und artgerechtes Leben" zu ermöglichen.
Das Traditions-Unternehmen mit Firmensitz in Klagenfurt ist mit fast 850.000 Euro überschuldet. 140 Gläubiger mit der RBB St. Veit/Glan-Feldkirchen an der Spitze sind vom Konkurs betroffen. Das Unternehmen beschäftigt 60 Mitarbeiter und hat 70 Tiere.
Vor drei Jahren hat der Klagenfurter Heinz Knapp den Zirkus um eine Million Euro von der Familie Knie übernommen. Erst kürzlich war es zu einem Wechsel in der Leitung gekommen, die ÖNC- Betriebsgesellschaft hatte Zirkusdirektor Roger Keller übernommen. Doch ihm blieb der Gang zum Konkursrichter nicht erspart.
Der Zirkus gastiert derzeit in Waidhofen/Thaya. Die Insolvenz sei eine schlimme Situation für Mensch und Tier, meint der Österreichische Tierschutzverein. Er war daran interessiert, die Tiere aus der Masse zu erwerben, wie das schon beim Streichelzoo des Safariparks Gänserndorf der Fall gewesen ist.
"Leider wird es nicht dazu kommen", heißt es dazu in einer Aussendung vom Freitag. "Jüngsten Meldungen zufolge übernimmt der Zirkus Louis Kine die Masse. Für die Tiere bedeutet dies, dass sie vom Regen in die Traufe kommen. Einerseits werden sie weiterhin dem Stress ausgesetzt ihre Kunststücke vollführen müssen. Andererseits war auch der Zirkus Knie schon einmal pleite, so dass zu befürchten ist, dass den Tieren auch diesmal wieder keine gesicherte finanzielle Zukunft geboten werden kann." (apa)
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